Werder Bremen : Erfolgscoach Thomas Schaaf bleibt

Thomas Schaaf hat seinen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen bis zum 30. Juni 2008 verlängert. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt.

Bremen - Der dienstälteste Trainer der Fußball-Bundesliga bleibt noch länger. Einen Tag nach dem Sprung ins Achtelfinale der Champions-League hat Thomas Schaaf bei Werder Bremen für erneute Freude gesorgt und seinen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten bis zum 30. Juni 2008 verlängert. «Es kam sehr schnell zu einer Einigung», sagte der 44-Jährige. «Hier habe ich meine Freiheit bei der Arbeit.» Er habe keinerlei Zweifel gehabt: «Aber überlegt habe ich schon. Es ist ja nicht normal, so lange bei einem Verein zu bleiben.»

Schaaf hat sich zu einem der absoluten Toptrainer entwickelt und bildet zusammen mit Manager Klaus Allofs den Erfolgsgaranten für den Aufschwung der Bremer in den vergangenen Jahren. «Es ist wichtig für die sportliche Entwicklung, dass man mit einer Gruppe konstant zusammenarbeiten kann», sagte Allofs. Der bis 2007 laufende Vertrag des Managers soll in den nächsten Wochen ebenfalls verlängert werden.

Am 9. Mai 1999 hatte Schaaf die Mannschaft vom heutigen Bayern-Coach Felix Magath übernommen, vor dem Abstieg gerettet und danach mit dem Sieg im Pokalfinale gegen Bayern München (5:4 im Elfmeterschießen) sehr schnell für seinen ersten großen Erfolg als Fußball-Lehrer gesorgt. Den bisher größten Triumph feierte der aus Mannheim stammende Coach in der Saison 2003/2004, als ihm mit Werder der Gewinn der Meisterschaft und des DFB-Pokals gelang. «Wir versprechen uns noch viel von der Zusammenarbeit mit Thomas», sagte Clubchef Jürgen Born und lobte seinen leitenden Angestellten in den höchsten Tönen: «Er hat hier ehrliche und großartige Arbeit abgeliefert.»

Schaafs neuer Kontrakt wurde zu verbesserten Konditionen abgeschlossen. Eine Summe wollte Born nicht nennen. «Das kann man sich doch an drei Fingern abzählen, dass er mehr Geld bekommt», sagte Born, der die grundsätzliche Einigung bereits am Dienstag erzielt hatte. Schaaf war schon häufiger bei anderen Clubs im Gespräch, über konkrete Angebote war indes nie etwas bekannt geworden.

Schaaf scheint die erneute Vertragsverlängerung nicht schwer gefallen zu sein. «Es gibt eine Übereinstimmung der Gedanken», begründete er seine Entscheidung. Der seit 1972 in Bremen lebende Vater einer 13-jährigen Tochter fühlt sich in der unaufgeregten Atmosphäre seines Club sehr wohl und hat die «Ruhe hier» mehrfach als entscheidend für die Erfolge bezeichnet. Werder gilt als einer von wenigen Mustervereinen in der Liga - schuldenfrei, seriös geführt und mit langfristig arbeitenden Trainern. (Von Michael Rossmann, dpa)

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