Werder Bremen : Frings bleibt

Torsten Frings hat Juventus Turin einen Korb gegeben und seinen Vertrag in Bremen bis 2011 verlängert. Werder sei eben eine "Herzensangelegenheit", so Frings.

Bremen - Nationalspieler Torsten Frings hat im Meisterschaftskampf ein deutliches Zeichen gesetzt. Der von Juventus Turin umworbene Mittelfeldspieler von Werder Bremen verlängerte drei Tage vor dem vorletzten Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt seinen Vertrag bei den Hanseaten vorzeitig bis zum 30. Juni 2011. "Ich hatte ein tolles Angebot von Juventus, aber ich habe gemerkt, dass Werder für mich eine Herzensangelegenheit ist", begründete Frings die Unterschrift unter dem Zwei-Jahres-Vertrag.

Der 30 Jahre alte Leistungsträger, dessen alter Vertrag in Bremen bis 2009 lief, hatte am 16. April bei einem Besuch in Turin mit seiner Frau die Verhältnisse vor Ort erkundet, gab aber letztlich dem italienischen Rekordmeister doch einen Korb. "Ich habe lange überlegt und mit mir gerungen. Juventus hat sich unglaublich um mich bemüht", sagte Frings. Die Zusage an Werder ist laut "Kicker Online" mit einer kräftigen Gehaltserhöhung verbunden. Frings soll als Bremer Spitzenverdiener jährlich etwa vier Millionen Euro erhalten.

Bremer Funkionäre erleichtert

Die Werder-Verantwortlichen reagierten erleichtert und erfreut auf die Entscheidung. "Wir haben Torsten die Freiheit gegeben, sich mit der Offerte aus Turin auseinanderzusetzen. Wir finden es wichtig, dass ein Spieler mit ganzem Herzen für Werder da ist. Das hat Torsten für sich geklärt", kommentierte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs die Vertragsverlängerung. "Wir konnten einen hervorragenden Spieler weiter an uns binden", fügte der Manager hinzu.

Auch Trainer Thomas Schaaf schätzte das Pro-Werder-Votum des Mittelfeldakteurs als Signal im Titelkampf hoch ein. "Wir können jetzt mit Kontinuität weiter unsere gemeinsamen Ziele verfolgen", sagte der Coach. Bis vor einer Woche hatte der Wirbel um die Wechsel-Gerüchte der abwanderungswilligen Profis Torsten Frings und Miroslav Klose für viel Unruhe gesorgt. Die wichtigsten Personalien haben die Bremer jetzt vor dem Bundesliga-Finale geklärt.

WM-Torschützenkönig Klose hatte bereits vor einer Woche zugesagt, seinen 2008 auslaufenden Vertrag in Bremen erfüllen zu wollen. Sein Geheimtreffen mit Vertretern von Bayern München war bei der Bremer Clubführung und bei den Fans auf Unverständnis und Unmut gestoßen. Klose wehrte sich in einem Gespräch mit der "Sport-Bild" dagegen, als alleiniger Sündenbock abgestempelt zu werden. "Ich bin schon sehr verwundert über einige Aussagen der Verantwortlichen. Die Aussagen sind einfach falsch. Und völliger Quatsch", sagte der Torjäger. Namen nannte Klose jedoch nicht. (tso/dpa)

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