Werder Bremen : Frühe Feier

Bremen jubelt über Diegos Vertragsverlängerung und freut sich dann über ein 4:1 gegen Stuttgart. Ein perfekter Nachmittag für die am Mittwoch noch so enttäuschten Fußballer von der Weser.

Olaf Dorow[Bremen]
Bremen
Kollektiver Freudentaumel in Bremen. -Foto: ddp

Bereits vor dem Anpfiff brodelte die Stimmung in sonst eher unterkühlten Weserstadion. Der Stadionsprecher hatte die Massen mit zwei Ansagen aufgeheizt. Erst verkündete er, dass Diego seinen Vertrag bei Werder Bremen vorzeitig bis 2011 verlängert hat, dann bedankte er sich bei der Mannschaft für die „tolle Leistung“ in der Champions League (1:2 bei Real Madrid). Die Bremer Fans jubelten, dabei wussten die Fans noch gar nicht, dass es in den nächsten vier Minuten noch besser kommen sollte. In dieser Zeitspanne erzielte Hugo Almeida gleich zwei Tore gegen den VfB Stuttgart, am Ende gewann Werder Bremen gegen den Deutschen Meister mit 4:1. Die Bremer verbesserten sich in der Tabelle auf den siebten Platz, Stuttgart fiel auf Rang 13.

Der Meister knüpfte in Bremen dort an, wo er am Mittwoch in der Champions League (1:2 bei Glasgow Rangers) in der zweiten Halbzeit aufgehört hatte: bei den Abwehrfehlern. In der dritten Spielminute hob Stuttgarts Fernando Meira das Abseits auf, weshalb Hugo Almeida halblinks freistand und den Ball zum 1:0 ins Tor schoss. Stuttgarts Torhüter Raphael Schäfer machte keine gute Figur. 50 Sekunden später war er machtlos. VfB-Spieler Ludovic Magnin spielte einen Fehlpass, Diego passte auf Almeida, der sofort wieder auf jener Position stand, von der er das erste Tor erzielt hatte. Diesmal schoss er in die rechte Ecke: 2:0.

Eigentlich war der Schwede Markus Rosenberg in der Anfangsformation der Bremer erwartet worden, statt seiner aber spielte Almeida. Ein Entscheidung, die sich als richtig erwiesen hatte. Allerdings war das beste Spiel des Portugiesen für Werder nach einer halben Stunde schon wieder beendet. Nach einem Foul von Pavel Pardo war der Portugiese auf den Rücken gefallen und musste verletzt ausgewechselt werden.

Der VfB Stuttgart schöpfte zwei Minuten lang Hoffnung, als Mario Gomez nach einer verunglückten Abseitsfalle den Anschlusstreffer erzielt hatte. Doch in der 15. Minute stellte Sanogo per Kopfballtor den alten Abstand wieder her.

Zu diesem Zeitpunkt mussten noch 75 Minuten gespielt werden. Diese gerieten vor allem in der zweiten Halbzeit weiter unterhaltsam. So schoss der Stuttgarter Nationalspieler Roberto Hilbert den Ball an die Latte, von dort aus prallte er hinter die Torlinie. Doch Schiedsrichter Wolfgang Stark gab den Treffer nicht, er hatte den Ball nicht im Tor gesehen. Später vergab Gomez aus spitzem Winkel, nachdem er Werder-Torhüter Tim Wiese überlaufen hatte. Auf der anderen Seite schoss Diego den Ball per Fallrückzieher über das Tor. Doch in der Schlussminute machte der Brasilianer per Fernschuss, der noch abgefälscht wurde, alles klar.

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