Sport : Werder Bremen reist mutig zum FC Arsenal nach London

"Keine Angst vor großen Namen", lautet das Motto beim SV Werder Bremen vor dem Viertelfinal-Hinspiel im Uefa-Cup-Wettbewerb beim FC Arsenal London. "Wir freuen uns, dass wir gegen eine so starke Mannschaft spielen dürfen. Verstecken werden wir uns nicht, sonst werden wir vielleicht abgeschossen", sagte Trainer Thomas Schaaf gestern auf dem Bremer Flughafen. Das Werder-Team ist nach den jüngsten Erfolgen im Uefa-Cup und in der Bundesliga sehr selbstbewusst.

Dennoch hat Schaaf vor dem heutigen Spiel einige Sorgen. Sein Sturm mit Claudio Pizarro und Ailton wurde durch eine Verletzung des Peruaners gesprengt. Pizarro machte dennoch den Flug auf die Insel mit, sein Einsatz im Rückspiel ist fraglich. "Wir vertrauen Ailton. Er wird sich auch mit seinem neuen Partner Rade Bogdanovic verstehen", meinte Schaaf. Der Serbe soll die vakante Stelle im Angriff einnehmen.

"Das wird ein verdammt schweres Spiel. Dafür brauchen wir auch das Selbstvertrauen in die eigene Leistung. Bei der Aufstellung wird es keinen Firlefanz geben", erklärte der Bremer Coach. Er hat den FC Arsenal beobachten lassen, sich Video-Aufzeichnungen angesehen und Tipps vom ehemaligen Werder-Profi Riedle eingeholt. "Der Arsenal-Platz hat die kleinsten Maße der Liga. Das Publikum sitzt eng am Spielfeld. Wenn die Mannschaft ins Rollen kommt, gibt es kaum ein Halten", charakterisierte der jetzt in Diensten des Zweitligisten FC Fulham stehende frühere Werder-Torjäger die besondere Highbury-Stimmung.

Während der verletzte Pizarro als Tourist die Reise mitmachte, flog Dieter Frey in die USA. Er will sich beim Spezialisten John Steadman das rechte Kreuzband operieren lassen. Über einen Einsatz von Bernhard Trares wird erst am Spieltag entschieden. Der Abwehrspieler hofft, dass bis dahin seine Fleischwunde am Schienbein restlos abgeheilt ist. Die Wadenzerrung bei Andreas Herzog ist dagegen abgeklungen. Besonders motiviert dürfte Torsten Frings sein. Er wird voraussichtlich zum Aufgebot für das Länderspiel gegen den WM-Dritten Kroatien am 29. März gehören.

"Bei Arsenal stehen einige Hochkaräter im Team", sagte Frings, "wir fahren aber nicht nach London, um wie in Lyon zu verlieren. Wir streben ein Unentschieden an." Dass dies die französischen Weltmeister Emmanuel Petit und Thierry Henry oder die Niederländer Dennis Bergkamp und Marc Overmars so einfach geschehen lassen, ist kaum anzunehmen. Im Angriff der Briten gilt der Nigerianer Nwankwo Kanu als gefährlichster Stürmer. Englands Nationaltorhüter David Seaman ist wieder fit und soll der Abwehr den nötigen Halt geben.

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