Sport : Werder rückt auf Platz eins

Bremen – Aachen 3:1

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Bremen - In der Nachspielzeit bot Diego noch ein besonderes Schmankerl. Da Alemannia Aachens Torhüter Kristian Nicht in den gegnerischen Strafraum gelaufen war, schoss er den Ball aus 62 Metern ins leere Tor. Es war der Treffer zum 3:1-Sieg, mit dem Werder Bremen den FC Schalke 04 von Platz eins der Fußball-Bundesliga zumindest kurzzeitig verdrängt hat. Die eingewechselten Daniel Jensen und Markus Rosenberg hatten die weiteren Tore für Werder Bremen erzielt, das zumindest für 19 Stunden an die Tabellenspitze rückt. Mit einem Sieg im Heimspiel gegen Energie Cottbus kann Schalke heute die Spitze zurückerobern.

Pinto hatte die Gäste vor 40 300 Zuschauern im Weserstadion nach 90 Sekunden in Führung gebracht und den Titelaspiranten damit aus dem Rhythmus gebracht. Das schnellste Bundesliga-Tor der Aachener Vereinsgeschichte schockte die Bremer, konnte die vierte Niederlage des Aufsteigers in Serie und den Sturz auf Platz 14 aber nicht verhindern. Marius Ebbers, der für den gesperrten Sascha Rösler stürmte, hatte auf Sergio Pinto gepasst. Der verlängerte mit dem Knie und zwang Tim Wiese zu einer Glanzparade. Den Abpraller schließlich spitzelte Pinto durch die Beine von Torsten Frings, Wiese verlängerte den Ball unfreiwillig ins Tor.

Werder rannte an, doch Klose verfehlte das Tor von Nicht nach einem Alleingang ebenso knapp wie gut zwanzig Minuten später aus dem Strafraum-Gewühl. Am unglücklichsten war Spielmacher Diego, der in der ersten Halbzeit drei Mal nur um Zentimeter den Ausgleich verpasste. Auch nach dem Wechsel konnte der Brasilianer den Bann trotz einiger Chancen zunächst nicht brechen.

Jurica Vranjes musste seinen Platz zur zweiten Halbzeit für Markus Rosenberg räumen; Jensen kam für Kapitän Frank Baumann, der erstmals seit fünf Monaten in der Anfangsformation stand. Die Wechsel sollten sich auszahlen für Werder. Nur fünf Minuten später schaffte Jensen den Ausgleich. Eine Vorlage des glücklosen Klose verwertete der Däne zu seinem vierten Saisontor. Das glückliche Händchen von Werder-Trainer Thomas Schaaf zeigte sich nur fünf Minuten später erneut. Auch Rosenberg traf. dpa

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