Sport : Werder trifft fünfmal und schont sich für die Champions League

Frank Hellmann

Bremen - Kaiserslautern, Fritz-Walter-Stadion, die 78. Minute. Miroslav Klose hatte gerade das 4:0 für Werder Bremen erzielt. Kollektiver Jubel? Von wegen. Kloses Teamkollegen rannten zum Spielfeldrand und ließen sich Trinkflaschen reichen. 4:0, das war Routine. Am Ende gewann Werder Bremen 5:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern. „Die Niederlage war lehrreich“, sagte Kaiserslauterns Coach Michael Henke. „Ich hatte mir mehr Gegenwehr erhofft“, sagte Klose sogar. Irgendwie hängt er noch an dem Pfälzer Klub. Schließlich hat er lange für ihn gespielt.

Aber bei Bremen redete man vor allem von Mittwoch. Denn da gastiert der FC Barcelona in der Champions League im Weserstadion. Doch Klose wird dort wegen seiner gelb-roten Karte gegen Basel nur zuschauen. „Er wird uns fehlen“, sagt Werder-Trainer Thomas Schaaf, vor allem, weil das Zusammenspiel mit Klasnic solch tölpelhafte Viererketten wie jene des 1. FC Kaiserslautern der Lächerlichkeit preisgibt. Kloses Part übernimmt nun Valdez. Für Schaaf ist das kein Problem: „Wir sind alle gut drauf.“ Zum Vorschlag Kloses, Werder solle sich um eine Verpflichtung des ablösefreien Lauterer Angreifers Halil Altintop bemühen, sagte Allofs: „Wenn ein Spieler die Torschützenliste anführt, ist es kein geeigneter Zeitpunkt für Verhandlungen.“ Altintop schoss das Lauterer Tor.

Allofs denkt viel intensiver an Barcelona. „Jetzt gehen wir mit einer gewissen Lockerheit in dieses Spiel“, sagt er. Da muss man ja nur Klasnic zuhören. Der verkündete nach dem 5:1: „Für uns wird es das Highlight der Saison. Ich weiß aber nicht, ob das nach diesem Spiel auch für den FC Barcelona gilt.“ Im Klartext: Barcelona wird wohl verlieren. Aber Barcelona hat eine andere Abwehr als Kaiserslautern.

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