Sport : Werder trifft schneller

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Ein Werder-Tor kommt selten allein. Fast immer, wenn Werder Bremen in dieser Saison drei oder mehr Tore in einem Spiel schießt, fallen diese zügig hintereinander. Bis nach Sofia hatte sich das aber wohl noch nicht herumgesprochen. Kein Wunder, hatte Werder die Überrumpelungstaktik in dieser Saison in der Champions League auch noch nicht eingesetzt. Gegen die Bulgaren stellte Bremen dann am Dienstagabend mit drei Treffern in vier Minuten einen neuen Geschwindigkeitsrekord in dieser Saison auf. Sofias Torhüter Nikolaj Michajlow half dabei kräftig mit. Das 1:0 erzielte der 18-Jährige nach einem Rückpass in der 33. Minute selbst. Bei Frank Baumanns Kopfball zum 2:0 zwei Minuten später traf ihn keine Schuld. Als Torsten Frings dann in der 37. Minute aus 20 Metern abzog, ließ Michajlow den unplatzierten Schuss des Nationalspielers unfreiwillig durch die Hände gleiten. Der Hauptdarsteller des Abends wurde zur Halbzeit ausgewechselt.

Dabei hätte er spätestens seit dem Bundesligaauftakt gewarnt sein müssen. Im Spiel bei Hannover 96 drehten die Bremer einen 1:2-Rückstand innerhalb von elf Minuten durch Treffer von Hugo Almeida, Miroslav Klose und Daniel Jensen in einen 4:2-Sieg um. Im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am sechsten Spieltag zog Werder das Tempo etwas an: Zwischen der 33. und der 38. Minute schossen Aaron Hunt, Christian Schulz und Diego die drei Treffer in nur fünf Minuten zum 3:0-Sieg. Auswärts beim 6:0-Erfolg gegen den VfL Bochum bummelten die Werderaner für ihre Verhältnisse schon fast. 13 Minuten benötigten Diego, Clemens Fritz und Naldo für ihre letzten drei Tore. Vielleicht um die gegnerischen Defensivreihen vorläufig in Sicherheit zu wiegen, verteilte Werders Offensive beim Heimsieg gegen Bayern München ihre drei Tore auf 51 Minuten. Das ist der Minusrekord dieser Saison. Den letzten Treffer ließen sie dabei sogar den Münchner Lucio erzielen.

Zumindest Mainz 05 ist darauf reingefallen. Nur sieben Minuten brauchten Klose, Hunt und wieder Klose um zwischen der 14. und 21. Minute den 3:0-Zwischenstand zu erzielen. Da nahm es Trainer Thomas Schaaf seiner Mannschaft nach dem 6:1-Sieg wahrscheinlich nicht übel, dass sie für die drei Treffer durch Hunt, Naldo und Diego in der zweiten Halbzeit 14 Minuten brauchte. Die nächste Möglichkeit, den Rekord zu brechen, gibt es am Samstag in der Bundesliga gegen Energie Cottbus. Die Chancen stehen nicht schlecht: Auch Energies Torwart Tomislav Piplica ist für spektakuläre Fehlgriffe bekannt.Tsp

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