Sport : Western in Kentucky

In den USA beginnen die Weltreiterspiele

Berlin - Ein wichtiger Sieg – und das kurz vor Beginn der Weltmeisterschaften! Westernreiter Nico Hörmann wird sein Pferd in Lexington, Kentucky, am heutigen Samstag in aller Zuversicht satteln. Nicht nur, weil er bei den Weltreiterspielen in den USA im Heimatland seiner Disziplin an den Start geht. Sondern vor allem, weil er sich nur wenige Stunden vor seinem Abflug nach Amerika noch in Aachen den Titel des „Deutschen Meisters“ sichern konnte. Eine schöne Bestätigung des eigenen Könnens.

„Das zeigt, dass wir die Besten für Kentucky ausgewählt haben“, kommentierte denn auch Western-Bundestrainer Kay Wienrich, der während Hörmanns Aachener Ritt bereits im Flugzeug auf dem Weg nach Kentucky saß.

Ihre Besten – für acht Reitsportdisziplinen haben sie gesucht, nominiert und zu den Weltreiterspielen entsandt. Bis zum 10. Oktober kämpfen sie nun dort um Medaillen. Nur gerecht, dass im Mutterland des Reining, der Disziplin der Westernreiter, diese zuerst an den Start gehen. Es folgen Dressur- und Springreiter, Vielseitigkeitsreiter, Distanzreiter, Fahrer, Voltigierer und – erstmalig in der Geschichte der Weltmeisterschaften im Reitsport – Dressurreiter mit Behinderung. „Dass wir bei diesen Weltmeisterschaften so integriert sind, ist absolut ein Symbol für gelebte Integration“, sagte die Dressurreiterin Angelika Trabert, die ihre Stute Ariva-Avanti ohne Beine durchs Viereck steuert.

An insgesamt sechs Tagen werden die Wettbewerbe der „Para-Equestrians“ ausgetragen. Sie bestehen neben individuellen Pflichtprüfungen auch aus einer Kür mit Musik. Die Reiter sind, je nach Behinderung, in fünf verschiedene Klassen eingeteilt. In Grade Ia starten Reiter mit den schwersten, in Grade IV jene mit den geringsten Behinderungen. Die Schwierigkeit der Prüfungsaufgaben richtet sich jeweils nach der Schwere des Handicaps.

Über ihre Vorbereitungen für die WM schreibt Angelika Trabert im Weblog des Internationalen Reitverbandes FEI. Genauso wie viele andere Reiter aus aller Welt – auch Dressurreiterin Isabell Werth. Die zeigte sich in einem Eintrag Mitte des Monats noch besorgt über die leistungsstarke niederländische Konkurrenz. Das bereits Jahre andauernde Duell des deutschen und niederländischen Dressurteams um die Weltspitze wird in den kommenden Tagen auch in Kentucky weitergeführt werden, so viel ist sicher.

ARD, WDR, ZDF und Eurosport zeigen Übertragungen der Wettbewerbe. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN und der Weltverband FEI informieren online über Ergebnisse und Programm. tja

www.alltechfeigames.com, www.pferd-aktuell.de

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