Wettbewerb : Als Jungjournalist nach Kanada

So eine Chance bietet sich nicht alle Tage: Der Tagesspiegel stellt jetzt in einem bundesweiten Schreibwettbewerb ein Schülerreporterteam zusammen, das im Frühjahr 2010 gratis zu den Paralympics nach Kanada fliegt.

Annette Kögel
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Das Heft in der Hand. Bundespräsident Horst Köhler und Frau Eva Luise lasen in Peking die Paralympics-Zeitung. Reporterin...

BerlinSo eine Chance bietet sich nicht alle Tage: Der Tagesspiegel stellt jetzt ein Schülerreporterteam zusammen, das im Frühjahr 2010 gratis zu den Paralympics nach Kanada fliegt. Dort können die Nachwuchsjournalisten vom 12. bis 21. März in Vancouver und Whistler Sportler, Politiker, Prominente und Zuschauer interviewen – und all das Erlebte in der Paralympics-Zeitung des Tagesspiegels beschreiben. Sie wird während der Spiele in Kanada und auch in Deutschland verteilt. Anlässlich des internationalen Zeitungsprojektes, das der langjährige Förderer, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, ermöglicht, veranstaltet der Tagesspiegel einen Schreibwettbewerb. Erstmals können sich daran Schüler aus ganz Deutschland beteiligen – Einsendeschluss ist der 31. Oktober.

Wer mitmachen möchte und gemeinsam mit den Schülerkollegen der Partnerschule in Kanada, der Kitsilano Secondary School, auf Recherche in Schnee und auf Eis gehen möchte, braucht aber nicht langjährige journalistische Erfahrung mitzubringen. „Wir suchen Schüler, die zum Projektstart mindestens 18 Jahre alt sind – und selbstständig, neugierig und mit Feuereifer bei der Sache“, sagt Karin Preugschat von der Tagesspiegel-Partneragentur Panta Rhei, die das Projekt organisiert und das Schülerteam wie bei den Sommerparalympics 2008 in Peking mit betreut. Vergangenes Jahr war der Tagesspiegel die erste westliche Zeitung, der ein solches Medienprojekt ohne Zensur in China gelang. Bei den Winterspielen in Turin 2006 und erstmals bei den Sommerspielen der Menschen mit Behinderungen 2004 in Athen war der Tagesspiegel dabei.

„Ich finde es großartig, dass sich der Tagesspiegel da langfristig engagiert“, sagt Friedhelm Julius Beucher, der neue Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) – auch er ist ein Partner des Zeitungsprojektes.

Diesmal wollen mehrere Zeitungen aus dem Holtzbrinck-Verlag das Projekt Paralympics Zeitung unterstützen, etwa „Die Zeit“ und das „Handelsblatt“. Zudem wird wahrscheinlich wieder Bundespräsident Horst Köhler der Schülerredaktion in Kanada Rede und Antwort stehen – bislang tat er das immer gern. Der Premier der Provinz British Columbia, Gordon Campbell, hat der Paralympics-Zeitung bereits in seinem Grußwort mitgeteilt, dass er sich auf das Projekt und die Besucher aus Berlin freut. Das alles soll die jungen Journalisten mit Block und Digitalkamera nun aber nicht vor Ehrfurcht erstarren lassen. Sie können – im Gegenteil – gern unerschrocken an das Projekt herangehen, und sollten echte Teamplayer sein. Gute Englischkenntnisse sind ein Muss, wie auch Grundkenntnisse in Französisch.

Bewerben muss man sich mit einer Reportage zum Thema Sport und/oder Behinderung, der Text sollte nicht länger sein als 5000 Zeichen (inklusive Leerzeichen). Im einseitigen Begleitschreiben wollen wir etwas über eure Motivation erfahren, mitzumachen. Interessenten sollten auch ein Foto beilegen – und alle Kontaktdaten mit Geburtsdatum, Adresse, Telefon und E-Mail nicht vergessen. Natürlich wird auch der Tagesspiegel bei den Paralympics wieder mit dabei sein, über das Zeitungsprojekt und die Spiele berichten: Der Etat der Winterparalympics 2010 umfasst rund 80 Millionen kanadische Dollar – 600 Sportler aus 40 Nationen werden sich in alpinen und nordischen Skiwettkämpfen messen, im Curling antreten und Sledgehockey spielen. Annette Kögel

Bewerbungen bis 31. Oktober per Post an: Der Tagesspiegel GmbH, Schreibwettbewerb Vancouver 2010, 10876 Berlin. Per E-Mail an: paralympics@tagesspiegel.de. Informationen über das Paralympics-Projekt unter www.tagesspiegel.de/paralympics sowie dguv.de/paralympicszeitung.

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