WETTKAMPF DES TAGES : Ritt im Flutlicht

Die Vielseitigkeitsreiter haben es vorgemacht, die Dressurreiter zogen nach – nun ist es an den deutschen Springreitern, in Hongkong gemeinsam eine olympische Medaille zu gewinnen. Heute fällt die Entscheidung im Mannschaftsspringen, zu später chinesischer Stunde, bei Flutlicht. Und das Team um Ludger Beerbaum hat einiges wieder gutzumachen.

Vor vier Jahren, bei den Spielen in Athen, waren dem siegreichen deutschen Quartett die Goldmedaillen nachträglich aberkannt worden. Der Grund: Beerbaums Pferd Goldfever wurde in einer Dopingprobe positiv auf eine verbotene Substanz getestet. Die steckte offensichtlich in einer Heilsalbe, mit der das Tier behandelt worden war. Drei der damals um ihre Medaillen gebrachten Reiter sinnen in diesem Jahr auf Revanche: Marco Kutscher, Christian Ahlmann und Ludger Beerbaum. Vierte im Team ist die derzeit erfolgreichste deutsche Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum, die für die Einzelwertung als Favoritin gilt.

Um in Hongkong eine Medaille zu gewinnen, müssen die Reiter schnell und fehlerfrei die rund 15 Sprünge im Parcours absolvieren. Die sind nicht nur sehr hoch (bis zu 1,60 Meter), sondern auch – für die Pferde irritierend – bunt gefärbt und manchmal knifflig anzureiten. Wer fehlerfrei über einen breiten Oxer springen will, der muss den richtigen Absprung treffen. Dafür ist gutes Augenmaß gefragt. Für jede gefallene Hindernis-Stange kassieren die Reiter vier Strafpunkte. Davon gab es im ersten Umlauf am Sonntag für die Deutschen schon jede Menge, 20 insgesamt. Die Entscheidung jedoch fällt erst heute. tja

Das ZDF überträgt die Entscheidung im Mannschaftsspringen heute ab 13.15 Uhr.

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