Sport : Wettmafia wollte auch in Trier und Bayreuth manipulieren

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Frankfurt am Main - Der Wettskandal im deutschen Fußball zieht immer weitere Kreise. Jetzt haben auch die Regionalligisten Eintracht Trier und SpVgg. Bayreuth bestätigt, dass jeweils ein namentlich nicht genannter Spieler für Manipulationen angeworben werden sollte. Beide seien darauf nicht eingegangen. Der ermittelnde Oberstaatsanwalt Thomas Bechtel wollte sich zu den neuen Informationen nicht äußern. „Ich kommentiere keine Namen und Vereine“, sagte Bechtel. Er schloss eine Ausweitung des Skandals jedoch nicht aus.

In den kommenden Tagen sollen die vier in Weiterstadt bei Darmstadt in Untersuchungshaft sitzenden Verdächtigen, bei denen es sich um einen Libanesen, einen Serben, einen Malaien und einen Polen handeln soll, von Beamten des hessischen Landeskriminalamtes vernommen werden. Aufschlüsse über das Ausmaß der Manipulationsversuche erhoffen sich die Ermittler auch von der Auswertung der bei den Beschuldigten sicher gestellten Unterlagen und Computer. „Wenn sich dabei herausstellt, dass weitere Personen involviert sind, werden wir die Ermittlungen ausweiten“, sagte Bechtel.

Von den vier inhaftierten Beschuldigten ist der Serbe in Fußballer-Kreisen eine bekannte Größe. Zuletzt war er bis Ende 2005 Kotrainer beim SV Waldhof Mannheim. Dass er Spielern oder Funktionären Geld angeboten hätte, sei laut seinem Anwalt Peter Slania jedoch „schlicht unrichtig“. dpa

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