Wettskandal : DFB erhebt Anklage gegen Schiri Marks

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Freitag beim DFB-Sportgericht Klage gegen Schiedsrichter Dominik Marks eingereicht. Er soll wie bereits Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer im Zuge des Wettskandals auf Lebenszeit gesperrt werden. (20.05.2005, 16:32 Uhr)

Frankfurt/Main - Das Gremium unter Vorsitz von Horst Hilpert (Bexbach) fordert für Marks ein dauerhaftes Verbot, ein Amt im DFB, seinen Mitgliedsverbänden und deren Vereinen auszuüben insbesondere das eines Schiedsrichters. Darüber hinaus wurde der Verbandsausschluss auf Lebenszeit beantragt, teilte der DFB in einer Erklärung mit.

Marks ist nach Robert Hoyzer der zweite Referee, der im Zuge des Wettskandals auf Lebenszeit gesperrt werden soll. Ihm wird vorgeworfen, sich in zwei Fällen sportstrafrechtlicher Verfehlungen schuldig gemacht zu haben. So habe Marks am 11. August 2004 nach einer Wettabsprache das Regionalliga-Meisterschaftsspiel zwischen den Amateur-Mannschaften von Hertha BSC und Arminia Bielefeld manipuliert und dafür Geld kassiert. Die Partie, die ursprünglich 2:1 für Hertha endete, wurde daraufhin annulliert und neu angesetzt. Auch das Wiederholungsspiel gewannen die Berliner, verloren die Punkte dann aber am grünen Tisch, weil sie zu viele Profis eingesetzt hatten.

Ferner wird Marks eine Manipulationsabsprache für das Zweitligaspiel zwischen dem Karlsruher SC und dem MSV Duisburg am 3. Dezember 2004 vorgeworfen. Der Unparteiische soll ebenfalls Geld entgegengenommen haben, auch wenn keines der drei Tore auf eine Manipulations-Entscheidung des Schiedsrichters zurückging. Der Einspruch des KSC gegen die Spielwertung (0:3) wurde in allen Instanzen zurückgewiesen.

«Schiedsrichter Marks hat durch sein Fehlverhalten die ihm als Schiedsrichter obliegende Pflicht zu einer neutralen Spielleitung in gröbster Weise verletzt. Er hat dem Ansehen der Schiedsrichter großen Schaden zugeführt und den Fußballsport in Deutschland ins Mark getroffen. Der Täter eines solchen Versagens in der Rolle des Schiedsrichters kann nicht mehr zur deutschen Fußballgemeinschaft zählen können», heißt es unter anderem in der Anklageschrift. (tso)

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