Sport : Wettskandal: Einsprüche zurückgezogen

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Frankfurt Am Main/Berlin Der befürchtete Verhandlungs-Marathon vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) fällt aus. Am Dienstag zogen die Zweitligisten 1. FC Köln, SpVgg Unterhaching und 1. FC Dynamo Dresden ihre nach dem Wettbetrugsskandal eingelegten Einsprüche gegen Spielwertungen zurück. Somit verhandelt das Gremium am Donnerstag in Frankfurt am Main nur noch den Einspruch der SpVgg Greuther Fürth gegen die 0:1-Niederlage beim MSV Duisburg (26. September 2004). Innerhalb weniger Stunden reduzierte sich am Dienstag das Verhandlungs-Programm. Zunächst zog der 1. FC Köln seinen Einspruch gegen die Wertung der Partie bei Rot-Weiß Essen (2:2/22. Oktober 2004) zurück. Kurz darauf wurden auch der Einspruch der SpVgg Unterhaching gegen das 0:1 bei Dynamo Dresden (21. November 2004) und der Einspruch der Dresdner gegen die 2:3-Niederlage in Köln (26. September 2004) zurückgezogen. „Wir haben stets betont, dass wir keine konkreten Verdachtsmomente haben. Neue Erkenntnisse gibt es seither nicht“, sagte Kölns Manager Andreas Rettig stellvertretend für die anderen Vereine.

Unterdessen hat die 4. Strafkammer des Landgerichts Berlin entschieden, dass der unter dem dringenden Tatverdacht der Wettmanipulation stehende Milan S. in Untersuchungshaft bleibt. Die Haftbeschwerde wurde verworfen, weil die Angaben des ebenfalls beschuldigten Schiedsrichters Robert Hoyzer glaubhaft seien. Milan S. steht im Verdacht, mit seinen Brüdern an der Manipulation von zehn Fußballspielen der Bundes- und Regionalliga beteiligt gewesen zu sein. Tsp

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