Sport : Wichniarek gegen Hertha

Der Stürmer verklagt seinen Klub auf Handgeld

Ingo Schmidt-Tychsen

Berlin - Der Fußballprofi Artur Wichniarek hat Klage gegen seinen Klub, den Bundesligisten Hertha BSC, eingereicht. Das bestätigte Wichniareks Berater Andreas Grajewski gestern auf Nachfrage. Es geht um ein Handgeld, das Wichniarek angeblich noch zusteht, weil es Hertha dem 28-Jährigen im Jahr 2003 beim Wechsel von Arminia Bielefeld zu Hertha BSC vertraglich zugesichert hatte. Die Höhe des Handgeldes liegt Gerüchten zufolge im sechsstelligen Bereich.

Die erste Verhandlung beim Berliner Arbeitsgericht ist für den 10. Januar angesetzt. „Ich bin überzeugt davon, dass dieser Gerichtstermin nicht stattfinden wird“, sagt Grajewski. „Dieter Hoeneß hat mir zugesichert, dass die Sache noch in dieser Woche vernünftig erledigt wird.“ Auch Herthas Manager Hoeneß ist darum bemüht, die Situation zu entspannen. „Es bringt nichts, jetzt polemisch zu werden“, sagt er. Allerdings seien die Fronten in dieser Sache ein wenig verhärtet. „Vielleicht ist eine Lösung in Sicht, doch ich sage das vorsichtig. Wir wollen eine konstruktive Lösung finden, um das Kapitel abzuschließen“, sagt Hoeneß.

Artur Wichniarek selbst wollte sich zu dem Thema nicht äußern. „Ich habe noch einen Vertrag über eineinhalb Jahre bei Hertha“, sagte der 28-jährige Stürmer. Wichniarek verdient über eine Million Euro jährlich, konnte sich bei Hertha bislang jedoch noch nicht durchsetzen. In dieser Saison kam Wichniarek zuletzt am vierten Spieltag zum Einsatz, danach war der Pole meistens nicht im Kader. „Wir können ihm nicht vorwerfen, dass er sich im Training nicht reinhängt“, sagt Hoeneß. „Seine Bilanz ist für einen Stürmer aber einfach nicht gut.“ Wichniarek erzielte in 44 Spielen für Hertha nur 4 Tore.

Hertha wollte den Angreifer im Sommer unbedingt verkaufen, doch ein Wechsel scheiterte wohl an den hohen Gehaltsforderungen Wichniareks. Ein Abgang des Stürmers in der Winterpause scheint nicht ausgeschlossen, Wichniareks ehemaliger Klub Arminia Bielefeld hatte zuletzt öffentlich Interesse an dem Stürmer bekundet. Ein Ausleihgeschäft bei dem sich Hertha am Gehalt Wichniareks bei seinem neuen Klub beteiligt, wäre denkbar.

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