Wie die SPORT-Woche wird : Maskottchen-Stadionsprecher-Beben

Johannes Nedo wirft einen Blick voraus auf eine turbulente Sportwoche, die nicht nur den Anhängern von Hertha BSC lange in Erinnerung bleiben dürfte.

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Rücktrittskandidat. Auch Berni der Bär wird die Bayern wohl verlassen.
Rücktrittskandidat. Auch Berni der Bär wird die Bayern wohl verlassen.Foto: imago

Arsenal-Aufruhr

Puh, puh, puh. Sind Sie da noch hinterhergekommen? War ja schon einiges los in der vergangenen Woche. Es gab so viele tektonische Verschiebungen, so viele Kollisions- und Spreizungszonen zwischen Dortmund, Hamburg und Thomas Tuchel, dass sich selbst Hobby-Seismologen einig waren – und am Mittwoch ein „Trainerbeben“ spürten. Wobei es kurz darauf ja noch zu Ausbrüchen und Riesenwellen in Porto und München kam. Weil diese Ereignisse allerdings sehr kompliziert waren und zudem mit Leuten verbunden, die nicht nur Trainer sind, lief dieser Tag lediglich unter #MuellerWohlfahrt. Es liegt also eine turbulente Woche hinter uns. Aber Obacht! Es geht noch turbulenter, wie die nächste Woche zeigen wird. Los geht’s gleich am Montag in London. Dort kündigt Arsène Wenger seinen Abgang beim FC Arsenal an, nach 19 Jahren als Trainer. Ein großer Kopf muss weg, und das ist meiner, sagt der Franzose. Es fließen Tränen. Doch sofort beginnen die Spekulationen um seine Nachfolge. Die Kandidaten: Klopp, Tuchel, #MuellerWohlfahrt.

Berni-Bashing

Am Dienstag steht dann in München dieses Spiel zwischen dem FC Bayern und dem FC Porto an (20.45 Uhr/ZDF). Dieses Spiel, von dem so viel abhängt für die Bayern und für Pep Guardiola. Weil der Katalane in der Halbzeit aber Stadionsprecher Stephan Lehmann und das Maskottchen Berni für den 0:3-Rückstand verantwortlich macht, treten beide sofort zurück. Das notwendige Vertrauensverhältnis sei nachhaltig beschädigt, lassen Berni der Bär und Lehmann via Videowand mitteilen. Aus Solidarität mit den beiden wollen spontan deutschlandweit alle Maskottchen und Stadionsprecher zurücktreten. Auch beim Handball-Bundesligisten Füchse Berlin, der am Dienstag (19 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle gegen Bietigheim spielt, überlegen die Maskottchen Fuchsi und Fini sowie Hallensprecher Markus Assemacher, sich Berni und Lehmann anzuschließen.

Charly-Chaos

Die Maskottchen und Hallensprecher setzen ihre Solidaritätsaktion am Mittwoch fort, beim zweiten Finalspiel der Volleyball-Bundesliga zwischen den BR Volleys und Friedrichshafen in der Max-Schmeling-Halle (19.30 Uhr). Tiger Charly und Karsten Holland präsentieren ein Plakat mit der Aufschrift: „Maskottchen-Stadionsprecher-Beben“.

Wolfsburg-Wahnsinn

Nach dem Europa-League-Spiel des VfL Wolfsburg in Neapel am Donnerstag interessiert sich dafür jedoch niemand mehr. Der VfL verliert 1:7 und Trainer Dieter Hecking sowie Manager Klaus Allofs treten zurück. Das Harmonie-Duo Ferdinand Piëch und Martin Winterkorn übernimmt. Die Nachfolgekandidaten bei VW: Klopp und Tuchel, Wenger und Berni.

Alba-Attacke

Bei der Champions-League-Halbfinalauslosung am Freitag in Nyon stürmt Pep Guardiola mit katalanischer Flagge das Podium und wirft noch die Bayern-Loskugel mit hinein. Die Uefa entscheidet danach spontan, ein Fünfer-Halbfinale auszutragen, bei dem alle Teams dreimal gegeneinander antreten. Am Freitagabend, vor dem Basketball-Bundesligaspiel zwischen Alba und Crailsheim in der Arena am Ostbahnhof (20 Uhr), verkünden die Berliner dann die Verpflichtung von Klopp, Tuchel, Wenger und #MuellerWohlfahrt. Nur Berni geht leer aus.

Hertha-Hurra

Ganz Deutschland ist danach natürlich aus dem Häuschen. Es laufen Sondersendungen, Sonderausgaben werden gedruckt. Alle drehen durch. Dabei geht am Samstag unter, dass Hertha BSC 5:0 beim FC Bayern siegt.

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