Sport : Wie Eishockey - Live-Übertragung der Finalserie

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Vladimir Bogojevic wusste, worum es geht. "Wir haben es absichtlich noch einmal spannend gemacht, damit die Zuschauer im Fernsehen ein attraktives Spiel sehen", scherzte der Aufbauspieler von Alba Berlin nach dem ersten Finalspiel, als die Leverkusener 40 Sekunden vor Spielschluss noch einmal den 71:71-Ausgleich erzielt hatten. Tatsächlich ging es darum, Basketball möglichst attraktiv zu präsentieren, denn die Live-Übertragung der Finalserie im Deutschen Sportfernsehen (DSF) galt als Probelauf für die neue Saison.

Das zweite Spiel sahen im Durchschnitt 250 000 Zuschauer, Spiel Nummer drei kam auf 220 000. In den spannenden Schlussminuten saßen nach Auskunft von DSF-Unternehmenssprecher Dirk Böhm bis zu 400 000 Zuschauer vor dem Fernseher. "Mit diesen Zahlen kann man zufrieden sein", erklärt Böhm, "beim Eishockey haben wir ähnliche Quoten." Seit zwei Jahren wurde Bundesliga-Basketball nicht mehr bundesweit übertragen.

Wie geht es nun weiter? "Wir verhandeln mit vier möglichen Partnern", erzählt Otto Reintjes, der ab Juli als General Commissioner der Basketball-Bundesliga (BBL) vorstehen wird, "eine Entscheidung dürfte aber erst Ende Juni fallen." Als Favorit gilt die Kirch-Gruppe, mit der Reintjes am Donnerstag noch einmal verhandelte. Bei dieser Liaison würden die Bedürfnisse beider Seiten erfüllt werden. Die Kirch-Gruppe sucht Inhalte, mit der sie das Programm von Premiere World füllen kann. Auf der anderen Seite hätte die BBL mit DSF und Sat1, zwei Sendern der Kirch-Gruppe, eine Möglichkeit, dass ihre Forderungen nach einem Live-Spiel pro Woche und einer wöchentlichen Magazin-Sendung optimal erfüllt werden. Reintjes sagt: "Ich bin optimistisch."

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