Wie geht's eigentlich ... : ... Markus Feldhoff (35)?

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Markus Feldhoff in seiner neuen Heimat Cottbus. -Foto: dpa

Herr Feldhoff, wo erwischen wir Sie gerade?



Auf dem Trainingsgelände von Energie Cottbus. Ich bin hier seit Juli Kotrainer von Pele Wollitz, mit dem ich schon in Osnabrück zusammengearbeitet habe.

Am Wochenende trifft Leverkusen auf die Bayern. 1997 gewann Bayer 5:2 gegen die Münchner, Sie erzielten drei Tore. Welche Erinnerungen haben Sie an dieses Spiel?

Ich weiß noch, dass ich beim Stand von 3:2 eigentlich schon kaputt war und dem Trainer das Signal zur Auswechslung gegeben hatte. Doch Christoph Daum hat mich weiterspielen lassen und dann habe ich noch zwei Tore gemacht.

Nach dem Spiel wurden Sie gefeiert. Doch nur zwei Wochen später haben Sie sich das Kreuzband gerissen. Sie waren damals 22 Jahre alt. Welche Auswirkungen hatte diese Verletzung auf Ihre Karriere?

Vorher ging es immer voran. Immer weiter nach oben. In Leverkusen war ich damals auf dem Sprung, war kurz davor, mich durchzusetzen, hatte zudem Kontakt zum damaligen Bundestrainer Berti Vogts. Und dann folgte auf den Höhepunkt gegen die Bayern sofort der Knick, von dem ich mich auch nie wieder richtig erholt habe.

Verspüren Sie heute Wehmut, dass mehr möglich gewesen wäre?

Natürlich, denn vom Potenzial her wäre mehr drin gewesen. Ich hatte damals schon 127 Erst- und Zweitligaeinsätze und habe danach in acht Jahren nur noch 65 Spiele gemacht, weil ich immer wieder mit Folgeverletzungen zu kämpfen hatte und nie mehr über einen längeren Zeitraum beschwerdefrei war. Deshalb habe ich meine Karriere auch in der Regionalliga beendet.

Interview: Lucas Vogelsang

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