Sport : WIE GEHT’S EIGENTLICH ...

... KARL-HEINZ GEILS (54)?

Interview: Lucas Vogelsang

Herr Geils, wo erwischen wir Sie gerade?

In meiner Fahrschule, die ich seit 14 Jahren hier in meinem Heimatort Ritterhude betreibe.

Sie sind direkt im Anschluss an Ihre Karriere Fahrlehrer geworden. Warum haben Sie dem Fußball den Rücken gekehrt?

Das hatte in erster Linie mit meinen Kindern zu tun. In meiner Zeit als Profi sind wir immer wieder umgezogen. Das war anstrengend. Die Familie, aber auch Freundschaften haben darunter gelitten. Und als Trainer hätte sich daran nichts geändert.

Sie haben wie Ihr Vater Feinmechaniker gelernt. Was hat Sie dann ausgerechnet am Beruf des Fahrlehrers gereizt?

In die Feinmechanik zurückzukehren, war zu keiner Zeit eine echte Option. Ich wollte mein eigener Herr sein. Außerdem passt die Arbeit als Fahrlehrer einfach zu mir. Hier bin ich jeden Tag mit jungen Menschen zusammen, muss nicht im Büro sitzen, bin immer unterwegs. Ich brauche diese Freiheit.

Sie haben bis 1989 für Bremen, Köln, Bielefeld und Hannover mehr als 400 Bundesligaspiele absolviert, an Olympia teilgenommen, im Uefa-Cup-Finale und für die deutsche U 21 gespielt. Trotzdem haben Sie nie einen Titel gewonnen. Macht Sie das traurig?

Nicht unbedingt. Keine Titel zu gewinnen – auch das gehört nun mal zum Fußball dazu. Ich bin mit meiner Karriere trotzdem zufrieden und würde alles wieder genauso machen.

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