Sport : WIE GEHT’S EIGENTLICH...

... CARSTEN RAMELOW (36)?

Interview: Johannes Ehrmann

Herr Ramelow, wo erwischen wir Sie gerade?

Ich bin auf dem Weg ins Büro. Ich bin an einer Event-Firma in Köln beteiligt. Außerdem bin ich, ebenso wie Christoph Metzelder, Vizepräsident der Spielergewerkschaft VDV.

Wofür sind Sie denn in dieser Funktion zuständig?

Christoph und ich sind quasi die Schnittstelle zwischen den Profis und der Gewerkschaft. Wir sorgen dafür, dass ein regelmäßiger Austausch stattfindet und die wichtigen Themen auf den Tisch kommen.

Zwischenzeitlich versuchten Sie sich auch als Musiker.

Ich habe mal aus Spaß eine CD aufgenommen, auf der ich Titel von Lionel Richie, den No Angels und den Backstreet Boys gesungen habe. Die Einnahmen haben wir gespendet. Ein Riesenspaß.

Am Samstag trifft Bayer Leverkusen auf Hertha BSC. 1993 standen Sie mit den Hertha-Amateuren im Pokalfinale gegen Ihren späteren Verein. Ihr erster großer Traum, der damals in Erfüllung ging?

Auf jeden Fall. Für mich als 19-jährigen Jungspund war es das erste große Erlebnis als Fußballer. Vor dieser Kulisse im Olympiastadion zu spielen war sensationell. Vor ein paar Wochen fiel mir wieder die Videokassette von damals in die Hände. Da schaut man gerne immer mal wieder rein.

Nun steht Hertha mit anderthalb Beinen in der Zweiten Liga. Blutet Ihnen da als Berliner das Herz?

Das tut natürlich weh. Ich verfolge die Entwicklung der Hertha noch, obwohl ich schon 15 Jahre nicht mehr in Berlin lebe. Als zwischenzeitlich ein, zwei Siege eingefahren wurden, hatte ich etwas Hoffnung. Aber nun ist die Lage so gut wie aussichtslos.

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