Sport : Wieder dabei

Schumachers Chancen auf den WM-Titel steigen

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Indianapolis - So glücklich war Michael Schumacher nach einem Formel-1-Rennen schon lange nicht mehr, doch von einer Wende im Titel-Kampf mit Fernando Alonso wollte der Rekordweltmeister noch nichts wissen. „Aber es war schon ein ganz wichtiger Schritt, keine Frage“, sagte er nach dem Ferrari-Doppelsieg beim US-Grand-Prix. Er glaubt weiterhin an den Weltmeistertitel. „Es sind noch acht Rennen zu fahren und 80 Punkte zu vergeben“, sagte er, „19 Punkte Rückstand auf Alonso sind zwar viel, aber ich bin wieder dabei.“ Der WM-Führende Fernando Alonso aus Spanien belegte nur Rang fünf.

Erneut haben die Reifen die entscheidende Rolle gespielt. „Es war eine gewisse Bridgestone-Dominanz festzustellen, ich hoffe, dass wir die mitnehmen können nach Europa“, sagte Schumacher. Diesmal waren die Michelin-Pneus nicht konkurrenzfähig. Im Vorjahr war Michael Schumacher nach dem Reifen-Skandal bei der Siegerehrung noch gnadenlos ausgepfiffen worden, weil er über einen Sieg jubelte, den er gegen nur fünf Konkurrenten erzielt hatte. Weil im Vorjahr die Michelin-Reifen nicht gehalten hatten, konnten die von den Franzosen ausgerüsteten Teams nicht starten. Am Sonntag aber ist der 37-Jährige von den weit über 100 000 Zuschauern gefeiert worden, weil er als erster Rennfahrer zum fünften Mal in Indianapolis gewonnen hatte.

Michael Schumacher fiel nach dem Sieg seinem Reifen-Ingenieur um den Hals und freute sich mit dem zweitplatzierten Teamkollegen Felipe Massa aus Brasilien. „Er war stark“, sagte er, „vielleicht kann er das ein paar Mal wiederholen.“

Schumacher wird nun in Jerez vor allem Reifen testen. Chefstratege Ross Brawn sagte: „Es wird von den Reifen abhängen, denn die Autos sind meiner Meinung nach ziemlich ähnlich.“ Die spanische Zeitung „El Pais“ bemerkte am Montag: „Der Erfolg von Ferrari beweist, dass deren Wagen das zwischen den Jahren 2000 und 2004 bewiesene Potenzial zu einem gewichtigen Teil zurückerobert haben.“

Fernando Alonso dagegen fiebert nach seinem schlechtesten Saison-Resultat schon dem Rennen in Magny-Cours am 16. Juli entgegen. „Im vergangenen Jahr habe ich null Punkte aus Nordamerika mitgenommen, dieses Jahr habe ich 14 geholt“, sagte der Spanier. Der Renault-Pilot hatte in Kanada vor Michael Schumacher gewonnen. „Ferrari und Bridgestone waren diesmal schneller als wir“, sagte Alonso, „aber in den anderen neun Rennen hatten wir die besseren Reifen, deshalb mache ich mir keine Sorgen.“ dpa

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