Sport : Wieder der gleiche Fehler

Der VfB Stuttgart spielt bei Urziceni nur 1:1

Bukarest - Auch große Mannschaften machen Fehler; sie machen aber in der Regel nicht zweimal den gleichen Fehler. Was das über den VfB Stuttgart sagt? Er muss noch eine Menge lernen, bis er eine richtig große Mannschaft ist. Vor zwei Wochen, am ersten Spieltag der Champions League, verspielte der VfB wegen zunehmender Passivität eine 1:0-Führung gegen Glasgow Rangers und musste sich am Ende mit einem 1:1 zufrieden geben. Die Geschichte wiederholte sich gestern Abend in Bukarest, beim Spiel gegen Unirea Urziceni. Erneut gingen die Stuttgarter viel zu nachlässig mit ihrem Vorsprung um, so dass statt einem Auswärtssieg nur ein 1:1 für die Schwaben heraussprang. Mit zwei Punkten aus zwei Spielen stehen die Stuttgarter zwar auf dem zweiten Platz ihrer Gruppe, der Einzug ins Achtelfinale ist dennoch in Gefahr.

Dabei hatte es so gut für den VfB begonnen. Schon in der fünften Minute gelang Stuttgarts Nationalverteidiger Serdar Tasci im Anschluss an einen zunächst abgewehrten Freistoß das 1:0. Die Mannschaft von Markus Babbel aber zog sich nun weit zurück und gab die Kontrolle zunehmend aus der Hand. Der VfB stand in der Abwehr sicher, fand dafür in der Offensive kaum noch statt. „Wir können uns nicht richtig befreien“, klagte Sportdirektor Horst Heldt zur Pause. Das Spiel war kaum wieder angepfiffen, da war der schöne Vorsprung für den VfB dahin. Nach einem Fehler von Timo Gebhart erzielte Serban Varga mit einem Schlenzer den verdienten Ausgleich.

Erst nach dem 1:1 nahmen die Stuttgarter das Tempo der Anfangsphase wieder auf und spielten entschlossener nach vorne. Ein Versuch des Rumänen Ciprian Marica, der gegen seine Landsleute besonders motiviert war, wurde im Strafraum gerade noch abgeblockt, kurz darauf verfehlte er mit einem Schuss aus der Drehung das Ziel. Es war Maricas letzte Aktion, unmittelbar danach musste er für Julian Schieber vom Feld. Doch auch der U-21-Nationalspieler, der am Wochenende beim 3:0 des VfB in Frankfurt zwei Tore erzielt hatte, vermochte dem Spiel keine Wende mehr zu geben. Tsp/dpa

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