Sport : Wieder kein Geld - Chabot hat die Nase voll

Neuer Ärger für die Berlin Capitals / Döhler hütet das Eisbären-Tor in Landshut BERLIN (gol).Gestern war Zahltag.Bis um 17 Uhr hatten die Berlin Capitals Zeit, 220 000 Mark auf das Konto ihres ehemaligen Spielers John Chabot zu überweisen.Die Frist verstrich ungenutzt, so daß dem einstigen Aushängeschild des Berliner Eishockeys eine neue juristische Auseinandersetzung ins Haus steht."Ich weiß noch nicht, ob wir einen Mahnbescheid schicken oder gleich klagen", sagt Chabots Berater Klaus Hille."Vertrösten lassen wir uns nicht mehr." Zweimal hat der Kanadier, seit dieser Saison in Frankfurt unter Vertrag, den Termin für die Überweisung seiner im Sommer ausgehandelten Abfindung schon hinausgeschoben.Ursprünglicher Zahlungstermin war der 15.November, doch da konnten die Capitals ebensowenig zahlen wie am 15.Dezember und am 5.Januar.Jetzt ist er mit seiner Geduld am Ende.Chabots Kalkül ist leicht nachzuvollziehen: Will er nicht leer ausgehen, muß er schnellstmöglich einen juristischen Titel erwirken - schließlich weiß keiner, wie lange es die Capitals noch gibt. Mit ähnlichen Problemen kämpfen die Revier Löwen aus Oberhausen, die heute abend (19.30 Uhr, Jafféstraße) zum zweiten Spiel der DEL-Qualifikationsrunde nach Berlin kommen.Kein Geld, keine Zuschauer, die Spieler laufen in Scharen davon - im Oberhausener Centro ist wenig übriggeblieben von der Aufbruchstimmung zu Beginn dieser Saison.Mike Zettel, der vor einer Woche den glücklosen Robert Barnes als Trainer abgelöst hat, versucht sich in Galgenhumor: "Vielleicht bekommen wir durch die Negativschlagzeilen neue Sponsoren, schließlich stehen wir jeden Tag in der Zeitung." Mit dem Rückenwind des ersten Sieges in der Meisterrunde reisen die Berliner Eisbären zum "Rückspiel" nach Landshut."Es war sehr wichtig für die Mannschaft, endlich mal ein Spitzenteam geschlagen zu haben", befand Trainer Peter John Lee nach dem 3:2 über die Niederbayern.Heute ist der zuletzt gesperrte Derek Mayer wieder dabei, das Tor hütet Udo Döhler für den am Sonntag überragenden Mario Brunetta.Lee: "Brunetta wird immer freitags und sonntags spielen, Döhler immer dienstags." Interessant dabei ist, daß die Partie in Landshut die letzte an einem Dienstag in der immerhin noch 17 Spiele währenden Meisterrunde ist ...

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