Sport : Wieder kein Heimspiel

Im Pokal-Viertelfinale muss Hertha nach Stuttgart

Michael Rosentritt

Berlin - Einen Tag vor der Abreise ins Trainingslager nach Marbella ereilte Hertha BSC eine nicht ganz so schöne Nachricht. Die gestrige Auslosung zum PokalViertelfinale hatte dem Berliner Fußball-Bundesligisten nicht nur eine Auswärtspartie beschert, sondern auch eine recht schwere Spielaufgabe. Hertha muss Ende Februar beim derzeitigen Tabellenvierten VfB Stuttgart antreten. „Für mich ist es das schwerste Los, das möglich war“, sagte Herthas Trainer Falko Götz. Dass Hertha erneut kein Heimspiel zugelost bekam, „zeigt, dass wir im Pokal nicht gerade vom Glück verfolgt werden“.

Es ist noch gar nicht so lange her, da machte sich bei Hertha BSC eine leicht euphorische Stimmung breit. Nach dem 3:0-Sieg in Osnabrück kurz vor Weihnachten und dem Ausscheiden des Cupverteidigers FC Bayern machten die Berliner sich Hoffnungen, dieses Mal im Pokal etwas reißen zu können. Zumal mit dem Schalke 04 und Werder Bremen zuvor schon zwei weitere Bundesliga-Topteams auf der Strecke geblieben waren.

Gespielt werden die Viertelfinals am 27. und 28. Februar, die exakten Ansetzungen sind auch abhängig von etwaigen Fernsehübertragungen. Die Halbfinals stehen am 17./18. April an. Und das Pokal-Endspiel findet am 26. Mai traditionell im Berliner Olympiastadion statt. Und genau dahin will Hertha. „Wenn wir uns gewaltig steigern, sehe ich uns nicht chancenlos“, sagte Götz. „Ich denke, dass wir den nötigen Biss aufbringen.“

Drei Tage zuvor muss Hertha schon um Bundesligapunkte beim VfB im Gottlieb-Daimler-Stadion antreten. Götz lässt sich die Option offen, für das Pokalspiel gleich in Stuttgart zu bleiben. „Das hängt von einigen Faktoren ab“, sagte Götz. Für gänzlich abwegig hält er diese Überlegung nicht.

Während die Berliner mit der Auslosung etwas haderten, waren die Stuttgarter zumindest mit dem Heimrecht zufrieden. „Endlich mal wieder ein Heimspiel“, sagte der Stuttgarter Teammanager Horst Heldt. „Dass wir gegen Hertha spielen, ist sicher keine leichte Aufgabe. Aber wir wollen ins Finale nach Berlin, und dieser Weg kann uns nun über Berlin führen.“

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