• Wieder schimpft Juanito - Der Weltcupsieger will nicht mit dem Trainer der Spanier zusammenarbeiten

Sport : Wieder schimpft Juanito - Der Weltcupsieger will nicht mit dem Trainer der Spanier zusammenarbeiten

Nur wenige Tage nach dem Gewinn des Weltcups im Skilanglauf hat der Wahlspanier Johann Mühlegg überraschend einen Krach mit dem spanischen Skiverband und dem Verbandstrainer Carlo Pertini ausgelöst. "In der nächsten Saison will ich mit einem anderen Coach arbeiten", sagte der Allgäuer spanischen Presseberichten zufolge. "Meine Entscheidung steht unwiderrufbar fest. Ich komme mit Pertini nicht zurecht."

Mühlegg besitzt seit November 1999 die spanische Staatsangehörigkeit und war der erste Spanier in der Geschichte des Skisports, der den Weltcup gewann. Der italienische Coach hielt seinem Schützling entgegen: "Ich weiß nicht, was Mühlegg hat. Anscheinend ist ihm der Ruhm zu Kopfe gestiegen." Er sei von dem Weltcupsieger enttäuscht, sagte Pertini. Der spanische Verband stehe aber hinter ihm.

Der Krach erinnert ein wenig an Mühleggs so genannte "Geisteraffäre" in Deutschland. Der damalige Junioren-Weltmeister hatte den deutschen Bundestrainer Georg Zipfel beschuldigt, ihn mit einem "Fluch" belegt zu haben. Die Vorwürfe führten später zum Ausschluss Mühleggs aus dem Team des deutschen Ski-Verbands. Die Affäre bildete auch den Hintergrund zu Mühleggs Wechsel nach Spanien.

Was der aktuelle Sieger des Langlauf-Weltcups dem Italiener Pertini konkret vorwirft, war nicht klar. "In der nächsten Saison müssen sich einige Dinge ändern", forderte "Juanito", wie Mühlegg in seiner neuen Heimat genannt wird. "Mit dem spanischen Team bin ich insgesamt zufrieden, aber nicht mit dem Trainer. Mit ihm will ich nicht mehr zusammenarbeiten." Mit dem Coach spreche er schon seit langem nicht mehr. Der spanische Verband erklärte, man sei von den Äußerungen überrascht. Die Spanier hielten Mühlegg vor, er hätte sich zuerst um eine interne Klärung der Differenzen bemühen sollen.

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