Wimbledon : Alexander Zverev scheitert an Tomas Berdych

Die zweite Woche in Wimbledon findet ohne deutsche Männer statt. Mit Alexander Zverev verlor am Sonntag der letzte verbliebene Profi in Runde drei.

Gut gekämpft, aber wieder einmal reicht es nicht für Alexander Zverev gegen Tomas Berdych.
Gut gekämpft, aber wieder einmal reicht es nicht für Alexander Zverev gegen Tomas Berdych.Foto: dpa

Alexander Zverev muss weiter auf die ganze großen Auftritte in Wimbledon warten. 25 Jahre nach der Glanzstunde von Michael Stich im Finale gegen Boris Becker beginnt die zweite Woche des prestigeträchtigen Tennis-Turniers einmal mehr ohne deutsche Tennis-Herren. Zverev scheiterte am Sonntag als Letzter am tschechischen Weltklassespieler Tomas Berdych. Nach einem 3:6, 4:6, 6:4, 1:6 gegen den Finalisten von 2010 verließ der 19-Jährige enttäuscht den mit rund 15 000 Zuschauern voll besetzten Centre Court. Noch kommen die hohen Erwartungen zu früh.

Ihre Fed-Cup-Kollegin Annika Beck und Davis-Cup-Spieler Zverev dagegen betraten an einem geschichtsträchtigen Sonntag nacheinander zum ersten Mal für ein Match den Centre Court. Erst zum vierten Mal in der Wimbledon-Historie wurde am mittleren Sonntag Tennis gespielt, zu viel hatte es in den vergangenen Tagen geregnet.

In einem teilweise hochklassigen Drittrunden-Match agierte der elf Jahre ältere Berdych gegen Zverev vor allem effizienter und in den entscheidenden Ballwechseln abgezockter. Als Zverev sich mit dem gewonnenen dritten Satz zurückmeldete, schallte ein langgezogenes „Jaaa“ durch das Stadion. Genau für die außergewöhnlichen Auftritte arbeitet der Norddeutsche. Doch Berdych, in der Weltrangliste als Neunter 19 Plätze vor ihm, ließ nicht mehr als einen Satzgewinn zu. „Er wird ein zukünftiger Grand-Slam-Sieger sein“, lobte Berdych.

Annika Beck war gegen Serena Williams chancenlos

Durch die Niederlage verpasste der Hamburger in seiner jungen Karriere nicht nur den erstmaligen Achtelfinal-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier, sondern auch die erhoffte Revanche für sein Davis-Cup-Debüt. Nach seinem beeindruckenden, aber verlorenem Einstand im März über fünf Sätze hatte sich Zverev mächtig geärgert.

Direkt vor seinem vielbeachtetem Auftritt blieb Beck beim klaren 3:6, 0:6 gegen Serena Williams chancenlos. Dem scheinbar mühelosen Tempo in den Schlägen der Amerikanerin hatte die Bonnerin nicht genug entgegenzusetzen. „Es war eine Lehrstunde, die mir gezeigt hat, wo das Limit im Damen-Tennis ist“, sagte Beck. (dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar