Wimbledon : Federer im Finale gegen Nadal

Roger Federer hat das Endspiel von Wimbledon erreicht und greift nach seinem fünften Titel in Serie. Sein Gegner heißt wie im Vorjahr Rafael Nadal.

Andreas Bellinger[dpa]
Nicht zu stoppen. Foto: AFP
Nicht zu stoppen. Roger Federer im Halbfinale von Wimbledon. -Foto: AFP

LondonAm ersten Sonnentag der All England Championships ist der strahlende Titelverteidiger Roger Federer ins Endspiel gestürmt. An diesem Sonntag greift er wie im Vorjahr gegen Rafael Nadal nach seinem fünften Wimbledon-Titel in Serie. Nach einigen Startschwierigkeiten buchten die beiden Dauerrivalen die Neuauflage des Vorjahresfinals, in dem Federer mit dem 34. Sieg nacheinander auf dem "Heiligen Rasen" den Rekord des auf der Tribüne mitfiebernden Schweden Björn Borg einstellen kann.

Überlegen setzte sich der Schweizer am Samstag mit 7:5, 6:3, 6:4 gegen den Franzosen Richard Gasquet durch. Nadal profitierte gegen Novak Djokovic von einer Fußverletzung des Serben, der beim Stand von 6:3, 1:6, 1:4 aus seiner Sicht die Revanche für die Halbfinal- Niederlage von Roland Garros gegen den French-Open-Sieger aufgab.

"Eine Art von Routine"

"Wieder im Finale: Es ist schon ein bisschen eine Art von Routine", sagte Federer, der in London dominiert wie einst der siebenmalige Rekord-Champion Pete Sampras und nun wie Borg zwischen 1976 und 1980 zum Seriensieger werden kann. Im ersten Satz gegen den aufstrebenden Gasquet sah es jedoch nach dem zweiten Satzverlust des mit 25 Jahren und 334 Tagen mit Abstand ältesten Spielers in der Vorschlussrunde aus.

"Gasquet hätte auch im Tiebreak gewinnen können", meinte der Branchenprimus, der nun schon seit 179 Wochen an der Spitze der Weltrangliste steht. Doch der gut vier Jahre jüngere Franzose musste in den entscheidenden Momenten Lehrgeld zahlen und klagte in seinem ersten Grand-Slam-Halbfinale nach dem zweiten Satz zudem über Schmerzen im linken Sprunggelenk, die auch eine dicke Bandage nicht lindern konnte.

Djokovic gibt auf

Für Kiefer-Bezwinger Djokovic war sein bestes Wimbledon nach den ersten 101-Halbfinal-Minuten zu Ende. Heftige Schmerzen und Blasen an den Zehen machten ihm den Kampf um das erste Endspiel schließlich im dritten Satz unmöglich. Die Strapazen des längsten Matches des Turniers, das er nur knapp 24 Stunden zuvor gegen Marcos Baghdatis gewonnen hatte, machten sich mehr und mehr bemerkbar. Exakt fünf Stunden hatte die Partie gegen den Zyprer gedauert, die Djokovic trotz 2:0-Satzführung fast verloren hätte.

Im Rasen-Reich von Federer macht sich der beste Sandspieler der Tennis-Welt derweil wenig Hoffnungen auf einen Wachwechsel. "Roger ist natürlich der Favorit und keiner hat einen Zweifel daran", sagte French-Open-Sieger Nadal, der seinem Freund auf dem roten Sand in Roland Garros vor vier Wochen zum zweiten Mal den Titel weggeschnappt hatte. Zwar sei vieles anders in diesem Jahr, aber die Chance auf einen Sieg sei wohl gering: "Wenn ich hier irgendwann gewinnen will, muss ich so ziemlich alles verbessern", meinte Nadal.

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