Wimbledon : Haas locker weiter - Kerber raus

Der berüchtigte Regen hat in Wimbledon mal wieder für Verzögerungen gesorgt. Erst wurde die Partie von Tommy Haas vertagt, dann musste sich der beste deutsche Tennisprofi auch am Freitag noch gedulden. Auf seine Leistung hatte die Geduldsprobe keinen Einfluss.

Tommy Haas ist bei seiner 14. Wimbledon-Teilnahme nach einer souveränen Vorstellung in die dritte Runde eingezogen. Der beste deutsche Tennisprofi setzte sich am Freitag gegen Jimmy Wang aus Taiwan in 91 Minuten 6:3, 6:2, 7:5 durch. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale trifft der 35 Jahre alte gebürtige Hamburger bereits an diesem Samstag auf den Spanier Feliciano López.

Die Nummer 32 der Rangliste hatte zuletzt das Turnier in Eastbourne gewonnen und gilt als einer der stärksten spanischen Tennisprofis auf Gras. Haas ist in der Weltrangliste auf Platz 13 notiert und stand 2009 bei dem Grand-Slam-Turnier in London im Halbfinale. Die beiden bisherigen Duelle mit dem Spanier hat Haas 2004 in Halle und 2002 bei den French Open gewonnen.

Nachdem die Organisatoren des dritten Grand-Slam-Turniers des Jahres tags zuvor wegen des schlechten Wetters die angesetzten Abendspiele absagen und auf den Folgetag verschieben mussten, hieß es für die Profis auch zunächst wieder: Warten, warten, warten.

Als endlich die Planen beiseitegeschoben waren, fing es wieder an zu tröpfeln. Haas rutschte immer wieder mit den Sohlen über den Boden, schüttelte zunächst den Kopf und fragte nach den Rasentests dann doch seinen Gegner: „Bist du bereit?“ Die Schiedsrichter entschieden sich trotz der unsicheren Wetterlage zum Spielen - was Haas entgegen kam. Sofort hellwach ließ er der Nummer 151 der Welt keine Chance. 14 Asse, 44 Gewinnschläge und nur acht unerzwungene Fehler standen am Ende der Kurzschicht in seinem Arbeitszeugnis.

Die beste deutsche Tennisspielerin Angelique Kerber hingegen ist beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon überraschend in der zweiten Runde ausgeschieden. Die Vorjahres-Halbfinalistin verlor am Freitag gegen Kaia Kanepi aus Estland 6:3, 6:7 (6:8), 3:6. Die ursprünglich für Donnerstag angesetzte Partie war wegen Regens verschoben worden. Die 25 Jahre alte Kielerin hatte im Tiebreak des zweiten Durchgangs schon 5:1 geführt und musste sich am Ende doch noch geschlagen geben. Damit ist Sabine Lisicki die einzige von anfangs acht deutschen Damen in der dritten Runde. Die Berlinerin trifft an diesem Samstag auf Samantha Stosur aus Australien. Ebenfalls ausgeschieden ist Jan-Lennard Struff. Der Qualifikant verlor gegen den Weltranglisten-25. Jeremy Chardy aus Frankreich trotz einer couragierten Vorstellung 2:6, 7:5, 6:7 (6:8), 6:7 (4:7). (dpa)

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