Sport : Windfang

-

Alle Hoffnungen der Neuseeländer beim America’s Cup ruhen jetzt auf Bertrand Pacé. Der 41 Jahre alte MatchraceWeltmeister von 1994 aus Frankreich ersetzt an Bord der New Zealand den bisherigen Taktiker Hamish Pepper. Nach einem 0:3-Rückstand gegen die Schweizer Herausforderer auf der Alinghi wählte der Cupverteidiger ein zweites taktisches Mittel, um die drohende Blamage noch abzuwenden: Er sorgte für eine Neuansetzung der vierten Wettfahrt. Das Team um Skipper Dean Barker wollte eine Auszeit – und bekam sie. Der wahre Grund: Ein Zeitgewinn kam den Neuseeländern entgegen, da sie ihren neuen Taktiker so besser mit den Automatismen an Bord vertraut machen konnten. Auf die Frage von Wettfahrtleiter Harold Bennett, ob die New Zealand segeln möchte, kam die Antwort: „No!“ Was legitim war, weil die Teams vor dem Finale eine Übereinkunft getroffen hatten, dass für einen Start nach 15:30 Uhr, also nach einer normalen Zeitverschiebung am selben Tag, beide zustimmen müssen. „Ich kann verstehen, dass die Neuseeländer diese Chance nutzten“, sagte Sportdirektor Jochen Schümann dazu. Zu diesem Zeitpunkt wehte ein 15 Knoten starker Wind, der Schaumkronen auf dem Hauraki-Golf aufwarf. Foto: Reuters

0 Kommentare

Neuester Kommentar