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Wintersport am Samstag : Laura Dahlmeier Dritte beim Biathlon-Sprint in Ruhpolding

Das Weltcup-Comeback von Lindsey Vonn verschiebt sich weiter, auch Felix Neureuthers Rennen wurde abgesagt. Alle Wintersport-Ereignisse im Überblick.

Laura Dahlmeier war beim Sprint in Ruhpolding einmal mehr beste Deutsche.
Laura Dahlmeier war beim Sprint in Ruhpolding einmal mehr beste Deutsche.Foto: Sven Hoppe/dpa

Biathlon: Laura Dahlmeier Dritte beim Sprint in Ruhpolding

Laura Dahlmeier hat sich beim Heim-Weltcup in Ruhpolding im Sprint der Finnin Kaisa Mäkäräinen und der Tschechin Gabriela Koukalova geschlagen geben müssen. Die Top-Drei der Weltcup-Gesamtwertung blieben am Samstag vor 15.000 Zuschauern in der ChiemgauArena allesamt fehlerfrei.

Mäkäräinen gewann das 7,5-Kilometer-Rennen mit großem Vorsprung. Die Finnin war im leichten Schneetreiben 30,1 Sekunden schneller unterwegs als die Drittplatzierte Dahlmeier und lag auch noch 22 Sekunden vor Koukalova. Zweitbeste deutsche Skijägerin war die ebenfalls fehlerfrei gebliebene Franziska Hildebrand als Sechste mit einem Rückstand von gut einer Minute.

Langlauf: Sandra Ringwald verpasst Podium knapp

Sandra Ringwald hat für das beste Sprint-Ergebnis der deutschen Langläufer in diesem Winter gesorgt. Beim Weltcup in Toblach kam die Schwarzwälderin am Samstag auf Platz vier. Den Sieg sicherte sich die Russin Natalja Matwejewa vor Maiken Caspersen Falla aus Norwegen und der Schwedin Hanna Falk. Biathletin Denise Herrmann wurde bei ihrem Langlauf-Comeback 13. Bei den Herren setzte sich der Norweger Sindre Björnestad Skar vor Simeon Hamilton aus den USA und seinem Teamkollegen Johannes Hösflot Kläbo durch. Sebastian Eisenlauer war in der Qualifikation gescheitert.

Slopestyle: Weltmeisterin Lisa Zimmermann nur auf Rang neun

Weltmeisterin Lisa Zimmermann ist im ersten Slopestyle-Weltcup der Saison nicht über Rang neun hinausgekommen. Für ihren Lauf im französischen Font Romeu bekam die 20 Jahre alt Freestyle-Skifahrerin am Samstag 61,40 Punkte. Tess Ledeux aus Frankreich gewann mit 81,60 Punkten vor Johanne Killi aus Norwegen (80,00) und Anouk Purnelle-Faniel aus Kanada (78,40). Kea Deike Kühnel kam bei ihrem vierten Weltcup-Einsatz auf Rang 26 und sammelte ebenso ihre ersten Punkte in der Olympia-Qualifikationsrunde für die Slopestyle-Wettkämpfe in Pyeongchang 2018 wie Tobias Müller und Florian Preuß auf den Plätzen 29 und 30.

Siegesserie der Kombinierer gerissen

Ohne ihre stärksten Athleten sind die deutschen Nordischen Kombinierer am Samstag in Val di Fiemme erstmals in dieser Saison ohne Sieg geblieben. Im Teamsprint war das allerdings verkraftbar, zumal sich die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch in der Weltcup-Nationenwertung schon weit von der Konkurrenz abgesetzt haben. Die beiden deutschen Duos Terence Weber/Fabian Rießle und Manuel Faißt/Jakob Lange schafften mit den Plätzen fünf und sechs dennoch ein gutes Ergebnis. Die Norweger Espen Andersen und Olympiasieger Jörgen Graabak gewannen in Val di Fiemme.

„Wir sind überhaupt nicht traurig, dass die Serie gerissen ist. Das hatten wir eingeplant. Angesichts der vielen Wettbewerbe in den kommenden Wochen mussten wir unsere Top-Leute schonen und mit den Kräften haushalten“, sagte Weinbuch. Olympiasieger Eric Frenzel, Weltmeister Johannes Rydzek und Björn Kircheisen nahmen vor dem nächsten Einzel am Sonntag an gleicher Stelle eine Auszeit.

Fast hätten die Deutschen trotzdem um den Sieg mitgekämpft. Die nach dem Springen knapp führenden Weber/Rießle liefen in der Spitzengruppe mit. Doch am letzten Anstieg konnte Weber das plötzlich anziehende Tempo nicht mehr mitgehen. Die acht Sekunden Rückstand waren für Rießle eine zu große Hypothek. „Ich bin zwar noch mal rangekommen, aber es hat halt nicht ganz gereicht“, sagte er.

Skicross: Heidi Zacher bestätigt Topform

Skicrosserin Heidi Zacher ist im WM-Winter weiterhin in Topform und hat sich beim Weltcup in Watles mit Rang drei den vierten Podestplatz der Saison gesichert. Die 28 Jahre alte Sportlerin vom SC Lenggries musste sich in Südtirol nur Sandra Näslund aus Schweden und Georgia Simmerling aus Kanada geschlagen geben. „Die Leistung von der Heidi ist sensationell. Sie gehört auf jeden Fall zu den Favoriten dazu“, sagte Sportdirektor Heli Herdt der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die WM im März.

Mit dem Gesamtergebnis war er allerdings nicht ganz zufrieden. „Mannschaftlich stellen wir uns ein bisschen mehr vor“, sagte Herdt mit Blick auf das Rennen am Sonntag

Daniela Maier wurde Neunte, Anna Wörner belegte Rang 15 im Endklassement. Bei den Herren gelang Daniel Bohnacker mit Rang fünf ein starkes Comeback nach überstandenem Bänderriss. Alle anderen DSV-Fahrer verpassten die Top 15. Der Sieg ging an Armin Niederer aus der Schweiz vor Brady Leman aus Kanada und Jean Frederic Chapuis aus Frankreich.

Deutsche Rodlerinnen feiern Doppelsieg - Geisenberger vor Hüfner

Die deutschen Rennrodlerinnen haben beim Weltcup im lettischen Sigulda einen Doppelsieg eingefahren. Olympiasiegerin Natalie Geisenberger gewann bei der Generalprobe für die WM in Innsbruck/Igls (27. bis 29. Januar) ihr drittes Saisonrennen in diesem Weltcup-Winter. Nur drei Hundertstel hinter ihr landete ihre  Teamkollegin Tatjana Hüfner. Die Russin Tatjana Iwanowa führte zur Halbzeit, wurde nach einem durchwachsenen zweiten Lauf auf ihrer  Lieblingsbahn aber nur Dritte.

Im Gesamtweltcup bleibt das Rennen zwischen den beiden deutschen Dauerrivalinnen weiter hart umkämpft. Geisenberger (612) führt mit einem Vorsprung von 27 Punkten vor Hüfner. Bereits am Sonntag findet mit dem Sprint in Sigulda das viertletzte Weltcup-Rennen dieser Saison statt.

Zu viel Schnee in der Schweiz: Lauberhornabfahrt in Wengen abgesagt

Der Skiweltverband FIS hat die legendäre Lauberhornabfahrt in Wengen abgesagt. Wegen des vielen Neuschnees im Berner Oberland könne das Rennen am Samstag nicht stattfinden, teilte die FIS mit. Schon zuvor hatte die Jury entschieden, dass das längste Abfahrtsrennen der Welt nicht über die volle Streckenlänge von mehr als vier Kilometern gehen könne. Ob und wann der Wettkampf nachgeholt wird, war zunächst unklar. Wegen vorheriger Absagen gab es im WM-Winter erst zwei Abfahrten im Weltcup.

Für Sonntag steht ein Slalom im Rennkalender, bei dem unter anderem die deutschen Felix Neureuther und Linus Straßer am Start stehen.

Vorhang zu: Training und Rennen in Altenmarkt-Zauchensee sollen nun am Sonntag nachgeholt werden.
Vorhang zu: Training und Rennen in Altenmarkt-Zauchensee sollen nun am Sonntag nachgeholt werden.Foto: Reuters

Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee abgesagt - Vonn-Comeback verschoben

Das Weltcup-Comeback von US-Skistar Lindsey Vonn verschiebt sich weiter. Die für Samstag angesetzte Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee kann nicht stattfinden. Der Skiweltverband FIS musste wegen zu viel Schnee und Nebel auch das obligatorische Training absagen. Training und Rennen sollen nun am Sonntag nachgeholt werden, die ursprünglich geplante Kombination fällt dann aus. Die viermalige Gesamtweltcupsiegerin Vonn will in Österreich drei Wochen vor der Ski-WM in St. Moritz ihr erstes Weltcuprennen seit Februar 2016 bestreiten. Sie musste zuletzt wegen verschiedener Verletzungen pausieren.

Rodel-Doppelsitzer Eggert/Benecken gewinnen Weltcuprennen in Sigulda

Die Rodel-Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken haben das Weltcuprennen in Sigulda gewonnen. Bei der Generalprobe für die WM in Innsbruck/Igls (27. bis 29. Januar) feierten die Weltcup-Führenden am Samstag souverän ihren sechsten Saisonsieg und stellten gleich in beiden Läufen jeweils Streckenrekorde auf der einzigen lettischen Kunsteisbahn auf. „Wir können sehr glücklich sein über dieses Rennen“, sagte Benecken.

Die Weltmeister und Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt enttäuschten nur eine Woche nach ihrem EM-Titel am Königssee mit dem zehnten Rang. Das hochdekorierte Duo aus Bayern verpatzte den Start im zweiten Durchgang vollkommen und verlor damit auch im Gesamtweltcup den Anschluss an Eggert/Benecken.

Auf den Plätzen zwei und drei in Sigulda landeten die Lokalmatadoren Oskars Gudramovics/Peteris Kalnins und die Italiener Ludwig Rieder/Patrick Rastner. Das dritte deutsche Duo Robin Geueke/David Gamm war bereits im ersten Lauf ausgeschieden. (dpa)

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