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Wintersport am Samstag : Simon Schempp gewinnt, Felix Neureuther enttäuscht

Die deutschen Skiflieger landen beim Weltcup-Finale auf Rang fünf, Franziska Preuß läuft in der letzten Biathlon-Verfolgung der Saison auf Rang fünf, Simon Schempp gewinnt. Alle Ereignisse im Überblick.

Simon Schempp feierte am Samstag seinen zehnten Weltcup-Erfolg.
Simon Schempp feierte am Samstag seinen zehnten Weltcup-Erfolg.Foto: dpa

Schempp holt zehnten Weltcupsieg - Lesser in Verfolgung Dritter

Biathlet Simon Schempp hat beim Weltcupfinale in Chanty-Mansijsk seinen zehnten Sieg erkämpft. Der 27-Jährige setzte sich am Samstag in der Verfolgung vor dem norwegischen Staffel-Weltmeister Johannes Thingnes Bø durch. Einen Tag nach Rang zwei im Sprint behielt Schempp bei seinem fünften Saisonerfolg trotz drei Strafrunden mit 8,5 Sekunden die Oberhand. Das herausragende Teamergebnis rundete Erik Lesser als Dritter ab. Er hatte nach zwei Fehlern 15,7 Sekunden Rückstand auf Schempp. Der Sprint-Achte Benedikt Doll lief auf Rang fünf vor. Arnd Peiffer, im Sprint Dritter, kam als Neunter ebenfalls noch unter die Top Ten.

Biathletin Preuß läuft auf Rang fünf - Soukalova holt Gesamtweltcup

Franziska Preuß ist in der letzten Biathlon-Verfolgung der Saison als beste Deutsche auf Rang fünf gelaufen. Die 22-Jährige leistete sich am Samstag beim Weltcup-Finale im sibirischen Chanty-Mansijsk lediglich einen Schießfehler und verpasste im Schlussspurt den Sprung auf Rang drei nur um 0,9 Sekunden. Den sicherte sich die Italienerin Dorothea Wierer, die sich nur Sprintsiegerin Kaisa Mäkäräinen und der französischen Dreifach-Weltmeisterin Marie Dorin-Habert geschlagen geben musste.

Als erste Tschechin sicherte sich Gabriela Soukalova den Gesamtweltcup. Die 26-Jährige, die bei der WM in Oslo als eine der großen Favoritinnen leer ausgegangen war, wurde 0,1 Sekunden vor Preuß Vierte und sicherte sich damit die Große Kristallkugel.

„Cool, wenn die Saison so aufhört. Langsam kommt die Form nach der Verletzungspause wieder. Schade, dass jetzt dann schon Schluss ist“, sagte Preuß dem ZDF mit Blick auf den Massenstart am Sonntag.

Franziska Hildebrand (2 Fehler) wurde 13., Verfolgungs-Weltmeisterin Laura Dahlmeier verbesserte sich dank Laufbestzeit vom 36. auf den 16. Platz. Aber durch drei Fehler vergab sie eine noch bessere Platzierung. Maren Hammerschmidt (3 Fehler) schob sich um sieben Plätze auf Rang 17 vor, Nadine Horchler (2) wurde 29. Die Sprint-15. Miriam Gössner fiel nach sieben Strafrunden auf Rang 43. zurück. Dahinter lag nur noch Vanessa Hinz (46.).

Deutsche Skiflieger bei Weltcup-Finale Fünfte - Norwegen siegt

Die deutschen Skiflieger haben den letzten Weltcup-Teamwettbewerb der Saison als Fünfte beendet. Stephan Leyhe, Severin Freund, Markus Eisenbichler und Richard Freitag sammelten am Samstag im slowenischen Planica 1473,3 Punkte. Sieger wurde das Weltmeister-Team aus Norwegen mit Daniel Andre Tande, Anders Fannemel, Kenneth Gangnes und Daniel Andre Forfang. Das Quartett erreichte 1627,4 Zähler und verwies Slowenien mit 1569,0 Punkten auf Rang zwei. Dritter wurde mit nur einem Zehntel Rückstand Österreich. Den weitesten Flug des Tages stand Weltmeister Peter Prevc aus Slowenien, der auf 246 Meter segelte.

Ein sehr guter Richard Freitag war im Team der deutschen Skiflieger zu wenig.
Ein sehr guter Richard Freitag war im Team der deutschen Skiflieger zu wenig.Foto: Imago

Deutsche Riesenslalom-Enttäuschung in St. Moritz - Fanara gewinnt

Für die deutschen Skirennfahrer ist die alpine Riesenslalom-Saison mit einer großen Enttäuschung zu Ende gegangen. Beim letzten Rennen des Winters in St. Moritz landete Fritz Dopfer am Samstag auf Platz 17, Felix Neureuther musste sich mit dem 18. Rang begnügen. Stefan Luitz war schon im ersten Lauf ausgeschieden. Das war das schlechteste deutsche Riesenslalom-Ergebnis seit Oktober 2013 in Sölden. Einen Dreifach-Erfolg feierten beim Weltcup-Finale die Franzosen: Thomas Fanara gewann seinen ersten Weltcup vor Alexis Pinturault und Mathieu Faivre. Als Gewinner der Disziplinwertung stand schon zuvor der Gesamtweltcup-Champion Marcel Hirscher fest.

Slalom-Ass Shiffrin gewinnt Saisonfinale - Deutsche nicht in Top Ten

US-Skistar Mikaela Shiffrin hat den letzten Slalom des Weltcup-Winters gewonnen. Die Weltmeisterin und Olympiasiegerin setzte sich beim Saisonfinale in St. Moritz am Samstag mit mehr als zwei Sekunden vor Veronika Velez Zuzulova aus der Slowakei und der Schwedin Frida Hansdotter durch. Die Disziplinwertung verpasste die 21-Jährige nur, weil sie zwei Monate mit einer Knieverletzung ausgefallen war. Die kleine Kristallkugel ging an Hansdotter. Die Deutschen schafften es nicht in die Top Ten: Lena Dürr wurde Zwölfte, Christina Geiger landete auf dem 15. Platz. Junioren-Weltmeisterin Elisabeth Willibald war im ersten Durchgang ausgeschieden.

Olympiasiegerin Tina Maze lässt Fortsetzung ihrer Ski-Karriere offen

Doppel-Olympiasiegerin Tina Maze hat noch nicht über eine Fortsetzung ihrer Karriere als Skirennfahrerin entschieden. „Das ist noch offen“, antwortete die Slowenin am Samstag auf eine entsprechende Frage der Deutschen Presse-Agentur. Auch zum Zeitpunkt der Entscheidung könne sie nichts sagen. Die 32 Jahre alte Gesamtweltcupsiegerin von 2013 hatte im Mai des vergangenen Jahres verkündet, zumindest diesen Winter zu pausieren. Ob für die Abfahrts- und Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2014 zu ihren bislang 400 Weltcup-Rennen noch weitere dazu kommen, ließ Maze schon damals offen. Beim Weltcup-Finale in St. Moritz war sie als TV-Expertin. (dpa)

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