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Wintersport : Severin Freund jubelt, Felix Neureuther trauert

Als dritter deutscher Skispringer darf sich Severin Freund über den Sieg im Gesamt-Weltcup freuen. Für Felix Neureuther platzte der Traum vom Slalomweltcup hingegen im letzten Rennen.

Am Ende war es knapp, aber Severin Freund darf sich über den Sieg im Gesamt-Weltcup freuen. Foto: AFP
Am Ende war es knapp, aber Severin Freund darf sich über den Sieg im Gesamt-Weltcup freuen.Foto: AFP

Weltmeister Severin Freund hat sich als dritter deutscher Skispringer nach Jens Weißflog und Martin Schmitt den Traum vom Gewinn des Gesamt-Weltcups erfüllt. Der 26-Jährige belegte am Sonntag beim Skiflug-Weltcup in Planica zwar nur den siebten Rang, beendete die Saison mit 1729 Zählern aber punktgleich mit seinem Rivalen Peter Prevc aus Slowenien und gewann aufgrund der höheren Zahl an Saisonsiegen die Große Kristallkugel. Prevc wurde im letzten Wettbewerb Zweiter hinter seinem Landsmann Jurij Tepes.

Freund krönte damit die erfolgreichste Saison seiner Karriere. Bei der WM gewann er zweimal Gold im Einzel von der Großschanze und im Mixed. Auf der Normalschanze gab es noch Silber dazu. Im Weltcup landete er neun Siege - mehr schaffte nur Martin Schmitt vor 15 Jahren mit elf. Mit nunmehr insgesamt 18 Weltcuperfolgen schloss Freund zu Sven Hannawald auf und kann in den nächsten Jahren die Verfolgung von Schmitt (28) und Weißflog (33) aufnehmen.

Beim Herzschlagfinale in Planica schien Freund nach Sprüngen auf 222,5 und 226 Meter schon geschlagen. Bei einem Sieg von Prevc, der zur Halbzeit vorne lag, hätte er mindestens Dritter werden müssen. Doch dann flog Tepes im Finale auf 244 Meter und schnappte seinem Landsmann um 2,8 Punkte den Sieg weg.

Skirennfahrer Felix Neureuther hat hingegen den greifbaren Sieg im Slalom-Disziplinweltcup im letzten Rennen noch verspielt. Der WM-Dritte kam am Sonntag in Méribel nicht über einen schwachen zwölften Rang hinaus und wurde in der Gesamtwertung noch vom Österreicher Marcel Hirscher überholt. Der viermalige Weltmeister gewann den abschließenden Wettbewerb und verdrängte Neureuther im Torlauf-Ranking damit auf Platz zwei. "Es tut mir leid für Felix. Er war so dicht dran an seiner ersten Kugel. Aber so ist unser Sport", verkündete Hirscher hinterher über die Stadionmikrofone.

Der 30 Jahre alte Bayer verpasste es, den deutschen Männern die erste Kristallkugel seit 25 Jahren zu bescheren. Mit 23 Punkten Rückstand beendete er die Slalom-Saison hinter Hirscher. Schon vor dem Start hatte der Skistar einen weiteren Sieg im Gesamtweltcup sicher: Nach seinen Erfolgen 2012, 2013 und 2014 ist Hirscher jetzt der erste Mann, dem das viermal nacheinander gelang. Zudem errang er die Trophäe für den besten Riesenslalom-Fahrer der Saison. Neureuther gratulierte seinem Kontrahenten nach dem enttäuschenden Rennen artig. Schon 2013 und 2014 hatte er in der Disziplinwertung jeweils Rang zwei belegt. Im vergangenen Jahr war der zweimalige WM-Medaillengewinner ebenfalls als Führender ins letzte Rennen der Saison gegangen, wurde hinter Hirscher aber Tageszweiter und musste sich in der Rangliste nur um fünf Zähler geschlagen geben. (dpa)

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