Sport : „Wir kommen zurück“

Eisbären-Kapitän Persson über die Niederlage

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RICARD PERSSON (34)

gewann mit den St. Louis Blues den Stanley Cup. Er kam im Vorjahr zum EHC Eisbären. Der Schwede ist Mannschaftskapitän.

Foto: Peters

Herr Persson, wie haben Sie das Tor gesehen, das den Außenseiter aus Frankfurt nun im Kampf um die deutsche Eishockey-Meisterschaft zum Favoriten macht?

Gar nicht. Als das 3:4 fiel, habe ich mich auf der Auswechselbank nach meiner Trinkflasche gebückt. Aber ich habe gemerkt, dass das Tor gefallen war. Ein schlimmer Moment, aber so ist das halt, in der Verlängerung hat uns das Glück gefehlt.

Hatte Frankfurt vielleicht auch den besseren Torwart?

Ian Gordon hat ein unglaubliches Spiel gemacht, das stimmt. Aber unserem Torwart Oliver Jonas kann man keinen Vorwurf machen.

Fehlten auch die Kraft und die Nerven, um die Frankfurter niederzuringen?

Das sehe ich nicht so. Wir haben das Vertrauen nicht verloren, zu keinem Zeitpunkt. Auch wenn es bitter war, dass wir unsere 2:0-Führung im zweiten Drittel so schnell verspielt haben. Unser Problem war einfach die Chancenverwertung, da müssen wir uns was einfallen lassen.

Am besten schnell, denn sonst ist die Saison für Sie und Ihre Mannschaft am Freitag beendet und die Frankfurt Lions feiern die Meisterschaft.

Natürlich werden die Frankfurter alles machen, um zu gewinnen. Wir dürfen uns in ihrer Halle nicht so anstellen wie beim ersten Auswärtsspiel am Samstag.

Das haben Sie 2:5 verloren, drei Frankfurter Tore fielen in den ersten fünf Minuten.

So unkonzentriert werden wir am Freitag nicht sein. Unsere Mannschaft hat genug Charakter, wir glauben weiter an uns, wir geben jetzt doch nicht auf. Das wäre doch Unsinn. Ich bin mir sicher, dass wir zurückkommen werden, kein Problem.

Das Gespräch führte Claus Vetter.

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