Sport : „Wir müssen aktiv werden: Ich will zwei Kinder“ ARNE FRIEDRICH (26)

-

Wenn die Gesellschaft weiterhin so schnell älter wird wie in der letzten Zeit, dann ist die Stimmung in den Fußballstadien bald ziemlich mau. Wie sollen uns die ganzen alten Menschen denn mit Begeisterung zum Sieg brüllen? Nein, im Ernst: Das wäre natürlich das geringste Problem. Insgesamt schätze ich die Lage auch nicht so dramatisch ein, dass wir bald überhaupt keine Kinder mehr haben. Dennoch sollten Maßnahmen ergriffen werden – einfach aus dem Kindergeld Elterngeld zu machen und es immer weiter zu erhöhen, halte ich für nicht besonders sinnvoll, weil das Geld dann an anderen Stellen fehlt. Zum Beispiel in Kindergärten, wo es momentan ohnehin zu wenig Personal gibt. Oder an Schulen. Dort müssen Leute eingestellt werden.

Mit wenig Kindern geraten wir in einen verhängnisvollen Kreislauf – wer soll in die Rentenkassen einzahlen oder die Wirtschaft mit Dynamik voranbringen? Wir Fußballer zahlen, wie jeder andere auch, in Rentenkassen ein. Ich habe zusätzlich schon anderweitig vorgesorgt. Nach dem Ende meiner Karriere will ich weiter im Fußballgeschäft arbeiten. Allerdings will ich noch ein paar Jahre spielen.

Außer zu reden sollten wir natürlich auch aktiv werden gegen die alternde Gesellschaft: Ich will später einmal zwei Kinder haben mit meiner Freundin. Vorher wird natürlich geheiratet.

BERUF

Profi-Fußballer

LEBT IN

Berlin

FAMILIE

Zwei Brüder, ledig,

feste Freundin,

keine Kinder

RENTENEINTRITT

Voraussichtlich 2046

ALTERSVORSORGE

Gesetzliche Rente und andere Investitionen

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben