• „Wir müssen das Spiel korrigieren“ Marcell Jansen über sein Debüt in der Nationalelf

Sport : „Wir müssen das Spiel korrigieren“ Marcell Jansen über sein Debüt in der Nationalelf

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Herr Jansen, Ihr erstes Bundesligaspiel haben Sie mit Borussia Mönchengladbach 0:6 in Berlin verloren, und auch Ihre Länderspielkarriere hat mit einer Niederlage begonnen. Es scheint ein Fluch auf Ihren Debüts zu liegen.

Da ist was dran. Aber das Gute ist, dass es in der Bundesliga nach dem missglückten Start für mich ja auch aufwärts gegangen ist. Wir haben am Mittwoch gegen Südafrika wieder ein Spiel, da müssen wir das korrigieren.

Können Sie sich denn überhaupt richtig freuen über Ihr erstes Länderspiel?

Natürlich. Das ist einfach ein Traum. Ich freue mich über jede Minute, die ich in der Nationalmannschaft spielen darf. Aber es ist auch schade für die Mannschaft, dass wir hier verloren haben.

Die meisten waren sogar davon ausgegangen, dass Sie von Anfang an spielen. Wann haben Sie erfahren, dass Sie zunächst auf der Bank sitzen?

Ganz normal in der Besprechung vor dem Spiel. Ich habe gehofft, dass ich vielleicht noch für ein paar Minuten zum Einsatz komme. Dass es dann eine ganze Halbzeit geworden ist – unglaublich.

Was hat Bundestrainer Jürgen Klinsmann Ihnen vor Ihrer Einwechslung gesagt?

Geh raus und spiel genau das, was du auch im Verein spielst. Am meisten hat es mich gefreut, dass alle Spieler vor dem Anpfiff zu mir gekommen sind und mir gesagt haben, ich solle Gas geben.

Waren Sie nicht nervös?

Beim Warmmachen ein bisschen. Und auch als die Nationalhymne gespielt wurde. Aber auf dem Feld hat sich das nach dem zweiten oder dritten Ballkontakt gelegt. Da war es auch nicht mehr anders als im Verein.

Ihr Trikot haben Sie aber behalten?

Nein, ich habe im Kabinengang noch mit der Nummer 4 von den Slowaken getauscht. Ich weiß gar nicht, wie der heißt. Wir haben aber zwei Trikots, eins habe ich noch. Das kriegen meine Eltern. Als Andenken.

Aufgezeichnet von Stefan Hermanns.

Marcell Jansen, 19 , hat sich in der Rückrunde der vergangenen Bundesligasaison einen Stammplatz bei Borussia Mönchengladbach auf der linken Abwehrseite erkämpft.

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