Sport : „Wir waren keine Freunde“

Warum Effenberg in Kjetil Rekdal einen Konkurrenten gesehen hat

Kjetil Rekdal

Ich habe Stefan Effenberg kennen gelernt, als ich 1988 als Vertragsamateur nach Gladbach kam. Effenberg ist nur drei Monate älter als ich, aber er war schon Stammspieler. Anfangs waren wir nicht unbedingt die besten Freunde. Wir waren eben sehr ähnliche Typen, beide ehrgeizig und geradeheraus. Dass Stefan ein außergewöhnlicher Spieler werden würde, konnte man damals schon sehen. Ich glaube, Stefan hat in mir trotzdem einen gefährlichen Konkurrenten gesehen. Wolf Werner, unser damaliger Trainer, hat kurz nach meiner Verpflichtung gesagt, ich hätte das Zeug dazu, neuer Publikumsliebling zu werden. Ich galt als großes Talent. Wahrscheinlich hat Stefan das nicht gefallen. Es gab schließlich schon einen Publikumsliebling – ihn. Privat haben wir nie viel miteinander zu tun gehabt. Ich war ein Einzelgänger, und Stefan hing die meiste Zeit mit Jörg Neun zusammen. Später haben wir ein paarmal im Mannschaftshotel das Zimmer geteilt. Der Trainer wollte das so.

Rekdal spielte von 1997 bis 2000 bei Hertha. Jetzt ist er Trainer in Vålerenga (Norwegen).

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