• WM 2006: Beste Chancen für Berlin und München - 16 Städte bewerben sich mit ihren Stadien als Austragungsorte

Sport : WM 2006: Beste Chancen für Berlin und München - 16 Städte bewerben sich mit ihren Stadien als Austragungsorte

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Insgesamt 16 deutsche Städte, deren Stadien in den kommenden Jahren für mehrere hundert Millionen Mark noch modernisiert werden sollen, bewerben sich als Spielstätten für die Fußball-Weltmeisterschaft. Die Fifa verlangt einige Umbauten, weil es aus Sicherheitsgründen nur Sitzplätze geben darf. Beste Chancen haben München und Berlin. Im Münchener Olympiastadion setzte sich die DFB-Auswahl im Endspiel der WM 1974 mit 2:1 gegen die Niederlande durch. Der Stadtrat hat 140 Millionen Mark bereit gestellt, um das Stadion von Grund auf zu renovieren. Mit 63 000 Sitzplätzen wird München nur vom Berliner Olympiastadion übertroffen, wo 77 000 Fans Sitzplätze haben. Im Jahr 1974 fanden dort drei WM-Spiele statt, seit 1985 ist die Arena Endspielort des DFB-Pokals.

Ebenfalls als Austragungsorte bewerben sich die früheren WM-Spielstätten Frankfurt, Dortmund, Hamburg, Hannover und Gelsenkirchen. Die Stadt Frankfurt bewilligte 125 Millionen Mark zur Modernisierung des Waldstadions, das zur Europameisterschaft 1988 renoviert wurde. Borussia Dortmund hatte bereits 110 Millionen Mark in den Ausbau des Westfalenstadions gesteckt. Die Stehtribüne ist nach Angaben des DFB mit 25 000 Plätzen die größte in Europa und müsste mit Sitzplätzen bestückt werden. Ebenfalls im Ruhrpott bewirbt sich Gelsenkirchen - mit einer neuen Multifunktionsarena. 1998 wurde der Grundstein für das 315 Millionen Mark teure Stadion gelegt, in das 52 000 Fans passen sollen.

Hamburg bringt als Pluspunkt für seine WM-Bewerbung das neue Volksparkstadion für 50 000 Besucher ein. Der Bau kostet rund 159 Millionen Mark. Die Hansestadt ist für den DFB allerdings mit zwei schmerzlichen Niederlagen verbunden. Bei der WM 1974 verlor die Bundesrepublik in einem Vorrundenspiel gegen die DDR. Die Niederlande schlugen Deutschland bei der EM 1988 im Halbfinale. Hannover hat ebenfalls angekündigt, sein Stadion zu modernisieren. Bis 2002 soll das Niedersachsenstadion mit 50 000 Sitzplätzen umgebaut werden.

Aus dem Rheinland bewerben sich Köln, Düsseldorf, Mönchengladbach und Leverkusen. Gegen die Heimspielstätte Bayer Leverkusens, die "BayArena", spricht, dass nur 22 500 Sitzplätze hineinpassen. Das Müngersdorfer Stadion in Köln ist größer (44 000 Sitzplätze) und soll für 50 Millionen Mark renoviert werden. Um das Düsseldorfer Rheinstadion (51 000 Sitzplätze) machen Fußballstars seit dem Abstieg der Fortuna in die Regionalliga einen Bogen. Auch Mönchengladbachs Glanzzeiten sind vorbei. Anstatt des Stadions auf dem Bökelberg will die Stadt im Nordpark ein Stadion für 43 500 Sitzplätze bauen.

Der DFB will auch Ostdeutschland bei der WM berücksichtigen. Als einzige Stadt bewirbt sich Leipzig. Dort gibt es 47 000 Sitzplätze. Weitere Bewerber sind Stuttgart, Nürnberg, Bremen und Kaiserslautern. Das Stadion auf dem Kaiserslauterer Betzenberg wurde Anfang der 90-er Jahre modernisiert und hat 44 000 Sitzplätze. Das Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion soll für 87 Millionen Mark ausgebaut werden, damit 50 000 Zuschauer sitzen können.

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