Sport : WM 2006: Die Kandidaten

Berlin

Olympiastadion. Kapazität 2006: 76 000 Sitzplätze (bisher 75 000).

Umbaukosten 242 Millionen Euro; Finanzierung: 196 Millionen Euro werden vom Bund übernommen, für 46 Millionen Euro bürgt das Land. Geplante Fertigstellung: Sommer 2004.

Besonderheiten: Das Stadion ist das größte Deutschlands. Der Denkmalschutz wird beim Umbau besonders beachtet. Berlin gilt als sicherer Endspielort.

München

Allianz Arena. Kapazität 2006: 66 000 Sitzplätze.

Neubaukosten: 280 Millionen Euro; Finanzierung: Der FC Bayern und 1860 München teilen sich die Stadionkosten zur Hälfte. Geplante Fertigstellung: Juli 2005.

Besonderheiten: Bayern und 1860 werden künftig das reine Fußballstadion gemeinsam nutzen. Der Name bei der WM ist noch ungeklärt. Eine Werbebezeichnung ist laut Fifa verboten ist. In München findet wahrscheinlich das Eröffnungsspiel statt.

Dortmund

Westfalenstadion. Kapazität 2006: 60 000 Sitzplätze (bisher 40 800 Sitz- und 27 800 Stehplätze bzw. bei internationalen Spielen 52 000 Sitzplätze).

Umbaukosten: 31 bis 36 Millionen Euro; Finanzierung: Die Kosten werden von Borussia Dortmund getragen.

Besonderheiten: Das Stadion ist bereits renoviert. Im November 2001 wurde der Ausbau der Stadionecken beschlossen, um die Stadionkapazität weiter zu erhöhen.

Hamburg

AOL-Arena. Kapazität 2006: 50 000 Sitzplätze.

Neubaukosten: 97 Millionen Euro; Finanzierung: 11 Millionen Euro durch die Stadt, 16 Millionen Euro durch eine Stadionbesitzgesellschaft (Hamburger SV und einige Unternehmen), 70 Millionen Euro sind fremdfinanziert. Der Neubau ist abgeschlossen.

Besonderheiten: Das alte Volksparkstadion wurde abgerissen, das Spielfeld gedreht und die Tribünen neu aufgebaut. Die Arena darf zur WM keinen Werbenamen tragen. Der Vertrag mit AOL endet deshalb zuvor.

Gelsenkirchen

Arena Auf Schalke. Kapazität 2006: 52 000 Sitzplätze.

Neubaukosten: 192 Millionen Euro; Finanzierung: 115 Millionen Euro sind kreditfinanziert, 46,6 Millionen Euro übernimmt Schalke 04, 30,3 Millionen Euro werden von Privatsponsoren und Fremdkapitalgebern getragen. Der Neubau ist abgeschlossen.

Besonderheit: Die Multifunktionsarena mit verschließbarem Dach, herausfahrbarem Rasen und Videowürfel gilt als das modernste Stadion Europas.

Leipzig

Zentralstadion. Kapazität 2006: 44 000 Sitzplätze.

Neubaukosten: 90,6 Millionen Euro. Finanzierung: 63,2 Millionen Euro übernehmen Stadt und Bund, 27,4 Millionen Euro werden durch private Investoren abgedeckt. Geplante Fertigstellung: Mai 2003.

Besonderheit: In das bestehende Stadion wird eine reine Fußballarena gebaut.

Stuttgart

Gottlieb-Daimler-Stadion. Kapazität 2006: 60 000 Sitzplätze (bisher 48 028 Sitz- und 6060 Stehplätze)

Modernisierungskosten: 41 bis 56 Millionen Euro; Finanzierung: Stadt und Land Baden-Würtemberg. Geplante Fertigstellung: bis 2004.

Besonderheiten: Die Gegengerade wird neu gestaltet. Eine weitere Steigerung der Sitzplätze auf über 60 000 ist möglich.

Nürnberg

Frankenstadion: Kapazität 2006: 45 500 Sitzplätze (bisher 34 700 Sitz- und 9900 Stehplätze).

Umbaukosten: 56 Millionen Euro; Finanzierung: Der Freistaat Bayern und die Stadt übernehmen jeweils die Hälfte der Kosten; geplante Fertigstellung: Juli 2005.

Besonderheit: Durch Tieferlegung des Spielfelds werden weitere Plätze geschafft.

Köln

Müngersdorfer Stadion: Kapazität 2006: 52 000 Sitzplätze (bisher 36 600 Sitz- und 6000 Stehplätze).

Umbaukosten: 110 Millionen Euro; Finanzierung: 25,5 Millionen Euro durch öffentliche Hand, 20 bis 25 Millionen Euro durch Besitzgesellschaft (1. FC Köln, Stadt Köln und Banken), 61 bis 66 Millionen Euro Fremdkapital; geplante Fertigstellung: August 2004.

Besonderheit: Das Stadion wird bei laufendem Spielbetrieb in ein reines Fußballstadion umgebaut.

Kaiserslautern

Fritz-Walter-Stadion: Kapazität 2006: 48 500 Sitzplätze (bisher 20 772 Sitz- und 19 828 Stehplätze):

Umbaukosten: 48,3 Millionen Euro; Finanzierung: 21,7 Millionen Euro übernimmt das Land Rheinland-Pfalz, 7,7 Millionen Euro die Stadt und 18,9 Millionen Euro der 1. FC Kaiserslautern; geplante Fertigstellung: Juli 2005.

Besonderheit: Durch den Ausbau der Kopftribünen wird die Fifa-Hürde von 40 000 geforderten Sitzplätzen übersprungen.

Düsseldorf

Rheinstadion: Kapazität 2006: 51 500 Sitzplätze.

Neubaukosten: 184 Millionen Euro; Finanzierung: 64 Millionen Euro durch öffentliche Hand, 120 Millionen durch Privatinvestor; geplante Fertigstellung: August 2004.

Besonderheit: Das Stadion wird abgerissen und zur neuen Multifunktionsarena.

Frankfurt

Waldstadion: Kapazität 2006: 48 000 Sitzpätze.

Neubaukosten: 126 Millionen Euro; Finanzierung: 64 Millionen Euro gibt die Stadt Frankfurt, 20,5 Millionen Euro das Land Hessen und 41,5 Millionen werden über ein Kapital-Darlehen finanziert; geplante Fertigstellung: August 2005.

Besonderheiten: Das Waldstadion wird abgerissen. Das neue Modell sieht ein verschließbares Dach und einen Videowürfel vor.

Mönchengladbach

Stadion Nordpark: Kapazität 2006: 43 000 Zuschauer.

Neubaukosten: 87 Millionen Euro; Finanzierug: 7,7 Millionen Euro durch Borussia Mönchengladbach, 35 Millionen Euro über festverzinsliches Darlehen, 43,5 Millionen über Bankkonsortium (abgesichert durch eine Landesbürgschaft); geplante Fertigstellung: August 2004.

Besonderheit: Der Nordpark wird anstelle des Bökelbergs neue Spielstätte von Borussia Mönchengladbach.

Hannover

Niedersachsenstadion. Kapazität 2006: 52 000 Sitzplätze (bisher 50 418 Plätze).

Umbaukosten: 61 Millionen Euro; Finanzierung: 21 Millionen durch Stadt und Land Niedersachsen, 20 Millionen Euro durch Bankkonsortium, 20 Millionen Euro durch Kreditanstalt für Wiederaufbau (abgesichert durch Bürgschaft der Stadt Hannover). Geplante Fertigstellung: April 2005.

Besonderheit: Die Arena wird zu einem reinen Fußballstadion umgebaut.

Bremen

Weserstadion. Kapazität 2006: 43 000 Sitzplätze (bisher 31 100 Sitz- und 4700 Stehplätze).

Umbaukosten: 28 Millionen Euro; Finanzierung: 12,7 Millionen Euro durch öffentliche Hand, 15,3 Millionen Euro durch Privatsponsoren. Geplante Fertigstellung: Dezember 2003.

Besonderheit: Durch Absenkung des Spielfelds und flexible Tribünen auf der Laufbahn werden zusätzlich rund 10 000 Plätze geschaffen.

Ausgeschieden: Leverkusen

Die Bayarena ist schon aus dem Rennen um die Stadionvergabe ausgeschieden. Die Arena wird 2006 Trainingszentrum der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

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