WM 2006 : Fußball-Fanmeile im Spreebogenpark

Die Fans bei der Fußball-WM 2006 sollen in Berlin vorwiegend im Spreebogenpark am Bundeskanzleramt feiern. Eine Sperrung der Straße des 17. Juni für 6 Wochen lehnt Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit ab.

Berlin (28.07.2005, 16:19 Uhr) - Nur bei sehr wichtigen Spielen soll die Straße des 17. Juni in die öffentlichen Übertragungen einbezogen werden, sagte Wowereit am Donnerstag. Der Spreebogenpark sei der ideale Platz für die Übertragungen der Spiele auf Großleinwänden vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2006. «Er bietet ein wundervolles Panorama auf Kanzleramt, Reichstag und den neuen Hauptbahnhof sowie viel Raum für zehntausende Fußballfans.»

Auf der Straße des 17. Juni vor dem Brandenburger Tor könnten einzelne wichtige Spiele gezeigt werden. Möglich seien auch Übertragungen der Spiele in den letzten 14 Tagen vor dem Endspiel, sagte Wowereit. Er setzte sich zudem dafür ein, dass der Sportartikel-Konzern Adidas auf der Wiese vor dem Reichstag eine weitere Übertragung anbieten könne. Bisher stellt sich der Bezirk gegen diesen Wunsch.

Eine Sperrung der Straße des 17. Juni für sechs Wochen lehnte Wowereit wegen des Straßenverkehrs ab. Der Schloßplatz sei wegen des geplanten Abrisses des Palastes der Republik nicht geeignet. Östlich des Brandenburger Tores sei für eine zentrale Fan-Meile zu wenig Platz, weil dort noch der neue U-Bahnhof gebaut werde. Wowereit sagte aber, er hoffe, dass die ARD dort eine Großleinwand aufstellen werde. Das ZDF wird wieder im Sony Center eine öffentliche Übertragung der Spiele anbieten.

Wie die Einrichtung der Fanmeile im Spreebogenpark konkret umgesetzt werde, stehe noch nicht fest sagte Wowereit. Es solle aber vielfältige Angebote für die fußballbegeisterten Menschen geben. Unklar sei auch noch, wie teuer das Projekt werde. Es gebe aber bereits Gespräche mit Sponsoren.

Die oppositionelle CDU bezeichnete die Einigung auf den Spreebogenpark als «Verlegenheitslösung». Der CDU- Fraktionsvorsitzende Nicolas Zimmer erklärte, die Straße des 17. Juni als zentraler Ort für die Feiern der Fans wäre deutlich besser gewesen. Zur weltweiten Präsentation der Stadt würden auch Bilder des Brandenburger Tors als Wahrzeichen Deutschlands gehören. (tso)

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