WM 2006 : Prinz William zum England-Spiel angereist

Königlicher Besuch zur WM: Der englische Prinz William zählt am Samstag zu den prominentesten Fußball-Fans in Deutschland.

Frankfurt/Main - Am Mittag landete William, der auch Präsident des englischen Fußballverbandes ist, auf dem Rhein-Main-Flughafen, um sich in Frankfurt das Spiel der englischen Nationalmannschaft gegen Paraguay ansehen.

Auf dem Rollfeld wurde der Prinz von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und seiner Frau Anke empfangen. Anschließend fuhr der Konvoi direkt zum Stadion. Dort gab es eine Begegnung Williams mit FIFA-Präsident Joseph Blatter.

Das Flugzeug des Prinzen setzte um 12.06 Uhr auf. Sobald die Motoren ausgeschaltet waren, rollten Mitarbeiter einen roten Teppich aus. Prinz William, der Platz zwei in der englischen Thronfolge einnimmt, trug einen dunkelgrauen Anzug, ein hellblaues Hemd und eine rot-blau-gestreifte Krawatte. Zur Enttäuschung vieler William-Fans kam er zwar mit einer kleinen Delegation, aber ohne seine Freundin, die britische Unternehmertochter Kate Middleton.

Der 23-Jährige zeigte sich bester Laune und sprach einige Zeit mit den wartenden Polizisten, darunter sechs Bobbys in ihren traditionellen Uniformen mit Helm. Englische Polizisten unterstützen die deutschen Kräfte am Flughafen und am Stadion, um Sprachprobleme zu vermeiden und englische Hooligans rechtzeitig zu erkennen.

Zu einem Statement für die Presse - etwa zu den Aussichten der englischen Nationalmannschaft - hatte der Prinz indes keine Lust. Er stieg ohne weiteren Aufenthalt in einen schwarzen Geländewagen mit seinem persönlichen Wappen, den die britische Botschaft bereitgestellt hatte. Da William nicht als Prinz, sondern in seiner Eigenschaft als Fußballverbandspräsident anreiste, gab es für den Konvoi nur eine kleine Motorradeskorte.

Nach dem Spiel sollte Prinz William abends im Reiterhof der deutschen Dressur-Olympiasiegerin Ann-Kathrin Linsenhoff in Kronberg noch einmal offiziell empfangen werden. Dabei war auch eine Begegnung mit 100 deutschen Schülern geplant. Schon am Abend wollte der Royal wieder zurück nach England fliegen. (tso/dpa)

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