WM 2014 - Achtelfinale : Ottmar Hitzfeld in Rente, Jürgen Klinsmann ausgeschieden

Der letzte Achtelfinal-Tag war kein guter für deutsche Trainer. Erst scheitert Ottmar Hitzfeld mit der Schweiz unglücklich, dann verpasst Jürgen Klinsmann mit den USA das Viertelfinale. Immerhin Joachim Löw und Deutschland sind noch im Turnier. Aber wie lange noch?

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Aus und vorbei! Jürgen Klinsmann hat am Ende recht behalten - der Titel geht nicht in die USA!
Aus und vorbei! Jürgen Klinsmann hat am Ende recht behalten - der Titel geht nicht in die USA!Foto: dpa

01.25 Uhr: Und das war es für heute vom WM-Blog. Das Turnier nimmt sich jetzt zwei Tage Pause, bevor es am Freitag mit den Viertelfinals weitergeht. Wir sind aber auch am Mittwoch wieder von früh bis spät mit aktuellen Meldungen vom Turnier in Brasilien für Sie da. Bis dahin wünschen wir Ihnen eine gute Nacht.

00.50 Uhr: In den USA schwanken die Medien zwischen Enttäuschung und Stolz. Voll des Lobes ist ESPN für Torwart Tim Howard, der sein Team lange im Spiel gehalten hat - und sich diese Würdigung verdient hat:

00.40 Uhr: Das war doch am Ende noch richtig dramatisch. Belgien rettet ein 2:1 über die Zeit und schickt Jürgen Klinsmann nach Hause. Hier der Spielbericht.

00.05 Uhr: Belgien führt gegen die USA 1:0. Wie es zu dem Tor kam, haben die Kollegen von der New York Times bei Twitter gleich mal analysiert:

23.50 Uhr: Derweil gibt es die nächste Verlängerung im Achtelfinale. Und wie schon bei Deutschland - Algerien und Argentinien - Schweiz sind in der regulären Spielzeit zwischen Belgien - USA keine Tore gefallen. Gibt es diesmal Elfmeterschießen oder fällt noch ein Treffer?

23.15 Uhr: Während sich Belgien und die USA derzeit um ein Tor in ihrem Achtelfinale bemühen, blicken wir noch einmal zurück auf das deutsche Spiel gegen Algerien. Überragender Spieler auf dem Feld war dabei Torwart Manuel Neuer, der fast einen klassischen Ausputzer gab und so spielte wie eine Mischung aus Willi Schulz und Franz Beckenbauer. So jedenfalls hat es unser WM-Reporter Stefan Hermanns in seinem Text beschrieben.

22.30 Uhr: Entwarnung bei Brasiliens Superstar. Neymar kann gegen Kolumbien am Freitag auflaufen. "Er kann ohne Zweifel spielen", sagte Mannschaftsarzt José Luiz Runco am Dienstag in Teresópolis. Neymar hatte im Achtelfinale gegen Chile einen Schlag gegen das rechte Knie und den linken Oberschenkel bekommen. Er trainierte am Dienstag ebenso wenig wie die anderen Stammspieler auf dem Platz, sondern im Kraftraum. Der vierfache WM-Torschütze war zuletzt medizinisch behandelt worden. "Er hat ganz normal mit der Gruppe gearbeitet und wird morgen trainieren", sagte Runco.

21.55 Uhr: Und dann haben wir ja noch ein Fußballspiel. Belgien gegen USA - natürlich auch wieder live bei uns im Ticker! Und US-Präsident Barack Obama ist schon mal richtig in Stimmung und drückt seinem Team bei Twitter die Daumen:

21.40 Uhr: Mit dem WM-Aus der Schweiz endet auch eine ganz große Trainerkarriere: für Ottmar Hitzfeld war es das letzte Spiel als Coach. Nach dem Schlusspfiff schritt Hitzfeld über den Rasen und reichte jedem seiner niedergeschlagenen Spieler die Hand. Für genau diesen Moment hatte der 65-Jährige schon vor Monaten seinen Rücktritt angekündigt. „Ich habe das schon gegen Manchester United erlebt, als wir nach einer Führung innerhalb von drei Minuten ein Champions-League-Finale verloren haben. Das war heute ähnlich“, meinte Hitzfeld. „Jeder Moment bleibt in Erinnerung, solche Emotionen erlebt man nur im Fußball. Aber heute war ein gewaltiger Moment. So kann man sich erhobenen Hauptes von der Fußball-Bühne verabschieden.“

Letzte Amtshandlung von Ottmar Hitzfeld: Trost spenden!
Letzte Amtshandlung von Ottmar Hitzfeld: Trost spenden!Foto: Reuters

21.15 Uhr: Wie ist eigentlich die Stimmung in den USA, heute am großen Tag des Achtelfinalspiels gegen Belgien? Unser Redakteur Axel Gustke hat beim treuen Tagesspiegel-Leser Joachim Vetter (jorhovetter00) nachgefragt, der als gebürtiger Berliner irgendwann nach Wisconsin ausgewandert ist und mittlerweile einige Weltmeisterschaften in den USA erlebt hat. "Die Euphorie ist noch überschaubar, aber das Interesse ist schon spürbar gestiegen. Es wird auf Arbeit oder auf der Bank schon öfter mal über "Soccer" geplaudert und es gibt neuerdings sogar Public-Viewing-Veranstaltungen in den großen Städten".

Vor allem sei aber die mediale Aufmerksamkeit in diesem Jahr deutlich höher als bei den letzten beiden Weltmeisterschaften, was für Vetter eindeutig am Klinsmann-Faktor liegt. "Dieses Motivatorische zieht bei den Amerikanern". Letztlich hänge aber alles vom Erfolg ab. Wenn heute also tatsächlich der Einzug ins Viertelfinale gelingt, könnte der "Soccer"-Hype ganz ungeahnte Größenordnungen erreichen, glaubt Vetter. Denn am Freitag ist "Independence Day", das ganze Wochenende steht im Zeichen des Nationalfeiertags, perfektes Timing für eine gehörige Portion Fußball-Patriotismus. "Wenn am Samstag die US-Mannschaft im Viertelfinale zum Beispiel gegen Argentinien spielen sollte, dann geht's hier richtig ab" prophezeit der Exil-Berliner. Aber erstmal abwarten und Belgien schlagen. 

20.45 Uhr: Der große WM-Favorit Argentinien vermeidet gegen die Schweiz doch noch so gerade das Elfmeterschießen und siegt durch ein spätes Tor in Verlängerung 1:0. Aber schön war's nicht, oder?! Hier der Spielbericht unseres WM-Reporters Sven Goldmann.

90 Minuten sind nicht genug. Auch Lionel Messi muss mit Argentinien Extraschichten einlegen.
90 Minuten sind nicht genug. Auch Lionel Messi muss mit Argentinien Extraschichten einlegen.Foto: dpa

19.50 Uhr: Argentinien und die Schweiz setzen einen Trend bei dieser WM fort. In den Achtelfinals regiert die Vorsicht, Tore sind Mangelware. Und so geht es bereits zum vierten Mal in der K.o.-Phase in die Verlängerung. Richtig schön sind die Spiele allerdings nicht mehr anzusehen. Woran liegt das? Was meinen Sie? Lähmt die Angst vor dem Aus die Spieler oder reicht die Kraft einfach bei den klimatischen Bedingungen in Brasilien nicht, um dauerhaft den Platz hoch- und runtersprinten?

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