WM 2014: Bundestrainer als Motivator : Wie Joachim Löw die kranke Monica Lierhaus bestärkte

2010 ging es TV-Moderatorin Monica Lierhaus nach ihrer schweren Krankheit noch nicht wieder gut. Aber sie hatte einen Traum: Die WM 2014 und das Finale von Rio. Da besuchte sie der Bundestrainer und versprach: Wenn Du es schaffst, sehen wir uns zum Interview nach dem Finale.

Am Sonntag werden sie sich wiedersehen: Bundestrainer Jogi Löw und Monica Lierhaus. Hier ein Bild aus dem Campo Bahia aus der Vorrunde.
Am Sonntag werden sie sich wiedersehen: Bundestrainer Jogi Löw und Monica Lierhaus. Hier ein Bild aus dem Campo Bahia aus der...Foto: dpa

In ihrer WM-Kolumne für die WM-Beilage von Tagesspiegel und "11Freunde" hat die Journalistin und TV-Expertin des Senders "Sky", Monica Lierhaus, über eine besondere Motivation seitens des Bundestrainers Jogi Löw gesprochen. Es geht um die Zeit, als sie sich nach ihrer schweren Krankheit noch nicht wieder erholt hatte. 

Lierhaus schreibt in ihrem Beitrag, der im "Tagesspiegel am Sonntag" erscheint: "Ich habe doch ein großes, echtes Ziel, dass ich unbedingt erreichen möchte. Als Journalistin in Brasilien beim WM-Finale dabei zu sein, im Idealfall mit deutscher Beteiligung. Mitte 2010, als es mir noch überhaupt nicht gut ging, habe ich mich unglaublich darüber gefreut, als Joachim Löw mich einmal besuchen kam, um zu schauen, wie es mir geht. Obwohl zu dieser Zeit keiner auch nur einen Cent auf mich und mein Ziel gesetzt hätte, habe ich ihm davon erzählt. Er hat mich total darin bestärkt und mit mir eine Vereinbarung getroffen. Wenn ich es als Journalistin nach Brasilien schaffe, dann sind wir am 13. Juli in Rio zum Interview verabredet! Wir hatten also das gleiche Ziel."

Lierhaus ist mittlerweile tatsächlich in Rio gelandet und wird das Finale verfolgen, und Löw wird sein Versprechen halten. Sie schreibt: "Die deutsche Mannschaft ist auch da und spielt tatsächlich das Finale gegen Argentinien. Das ist unfassbar. Und sehr emotional. Wie die WM der deutschen Mannschaft. Sie haben geglänzt gegen Portugal, sich zurück gekämpft gegen Ghana, das Geschehen kontrolliert gegen die USA, den Tiefpunkt durchschritten gegen Algerien, Frankreich zermürbt und Brasilien auseinander genommen. Sie haben uns alles gegeben. Vollen Einsatz für ihr Ziel."

Mit "högschter Disziplin" und absolutem Willen

 In ihrem sehr persönlich gehaltenen Beitrag erzählt die Journalistin auch, wie sie wieder aufgenommen wurde, dass "es einzigartig" gewesen sei, "wie ich von allen hier im Kreis der Fußballszene wieder aufgenommen wurde." Und weiter: "Sonntag Abend treffe ich nun Joachim Löw zum Interview. Viel, sehr viel musste in den letzten vier Jahren und in den letzten vier Wochen zusammen kommen, dass das so ist. Mit „högschter“ Disziplin, absolutem Willen, einem großartigen Team – meiner Familie und dem nötigen Quäntchen Glück bin ich bis hierher gekommen."

Am Ende formuliert Lierhaus noch eine Bitte an die Leser: "Drücken Sie mit mir der deutschen Mannschaft und Joachim Löw die Daumen, dass sie es schaffen, heute Abend auch alles zu hundert Prozent auf den Platz zu bringen. Dann wären wir alle am Ziel! Und Deutschland Weltmeister."

Die WM-Kolumne von Monica Lierhaus können Sie morgen im gedruckten Tagesspiegel oder schon heute Abend ab 19.30 in unserem E-Paper lesen. (Tsp)

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