• WM 2014 - der tägliche Live-Ticker: Keine Hymnen in Porto Alegre, aber Torlinientechnik funktioniert

WM 2014 - der tägliche Live-Ticker : Keine Hymnen in Porto Alegre, aber Torlinientechnik funktioniert

Unser WM-Blog lief den ganzen Tag, die Nationalhymnen vor dem Spiel Frankreich gegen Honduras hingegen nicht. Dafür musste die Torlinientechnik ihre erste Bewährungsprobe bei der WM bestehen.

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Drin? Drin! Sagt die Technik von Goalcontrol!
Drin? Drin! Sagt die Technik von Goalcontrol!Foto: AFP

02.00 Uhr: Mit dem Hinweis auf Sven Goldmanns Spielbericht zum wenig rauschhaften 2:1-Sieg der Argentinier gegen Bosnien verabschiedet sich der Blog vom vierten WM-Tag. Natürlich sind wir auch am Montag wieder für Sie von früh bis spät mit Nachrichten rund um das Turnier dabei. Dann wird es auch aus deutscher Sicht endlich spannend, um 18 Uhr steht der das Auftaktspiel der Löw-Elf gegen Portugal an. Außerdem spielen Iran gegen Nigeria (21 Uhr) und um Mitternacht Ghana gegen die USA.

01.20 Uhr: Die Nachrichtenagentur dpa berichtet von Tumulten zwischen WM-Gegnern und der Polizei in Rio de Janeiro. Sicherheitskräfte sollen mit Tränengas und Pfefferspray gegen etwa 150 Demonstranten vorgegangen sein. Mindestens ein Mensch wurde nach lokalen Medienberichten am Sonntag verletzt. Die teils maskierten Demonstranten führten Banner mit sich, auf denen unter anderem der Spruch "Fifa go home" zu lesen war. An einem Bankgebäude wurden Scheiben eingeworfen. Massive Polizeieinheiten verhinderten, dass der Protestzug zum nahe gelegenen Maracana kam.

00.50 Uhr: Halbzeit im Spiel zwischen Argentinien und Bosnien. Die Südamerikaner brillieren nicht gerade, führen aber 1:0. Das aber nur aufgrund eines Eigentores von Schalke-Profi Sead Kolasinac.

23.55 Uhr: Damit rüber zum Spiel ins Maracana von Rio de Janeiro. Argentinien trifft auf Bosnien-Herzegowina und der Ticker ist wieder live dabei.

23.30 Uhr: Und Bosnien? Die erste WM-Teilnahme ist schon ein Grund zum Feiern gewesen. Dabei wurde das Team vor ein paar Jahren noch belächelt - und bedroht. Sergej Barbarez erinnert sich im Interview an die Anfänge der bosnischen Nationalmannschaft.

23.15 Uhr: Einer geht noch am vierten WM-Tag. Und mit Argentinien stellt sich gleich noch ein WM-Favorit vor. Gegen Bosnien-Herzegowina richten sich die Augen natürlich vor allem auf Lionel Messi. Der könnte mit einem Titelgewinn in die Riege der ganz großen Fußballer Pelé, Maradona, di Stefano und Cruyff aufrücken. Ob er der fünfte König wird? Dieser Frage nähert sich Sebastian Stier in seinem Text zu Messi und Argentinien.

23.00 Uhr: Cristiano Ronaldo hat sich vor Spiel gegen Deutschland zu Wort gemeldet. "Ich bin zwar nicht bei 110, aber bei 100 Prozent. Aber das ist genug, um der Mannschaft helfen zu können". Mit seinem Knie sei alles okay, versicherte der Weltfußballer von Real Madrid am Sonntag. "Wir sind gegen Deutschland nicht der Favorit. Wir haben große Respekt vor unserem Gegner. Das heißt aber nicht, dass wir ihn nicht schlagen können." Ob dafür allerdings 100 Prozent reichen?

22.50 Uhr: Frankreich gewinnt 3:0 gegen Honduras, den Spielbericht gibt's hier.

22.30 Uhr: Wenn einer weiß, ob der Ball vor dem 2:0 der Franzosen wirklich hinter der Linie war, dann wohl der Ball selbst. Gut, wenn der dann auch noch einen Namen ("Brazuca") und einen Twitter-Account hat. Dort hat Brazuca sich dann gleich nach der Szene geäußert: "Trust me. Goal. #ballin". Dann ist wohl alles klar, übrigens auch im Spiel, wo Benzema gerade das 3:0 gemacht hat.

Es geht auch ohne Nationalhymnen, aber schön ist es nicht.
Es geht auch ohne Nationalhymnen, aber schön ist es nicht.Foto: dpa

22.10 Uhr: Drin oder nicht drin? Das ist nicht mehr die Frage. Dank der Torlinientechnologie führt Frankreich nun 2:0 gegen Honduras. Benzema hatte den Ball erst an den Pfosten geschossen. Von dort sprang er zum Torhüter der Honduraner und dann für einen kurzen Moment hinter die Linie. Danach gibt es zwar Diskussionen, aber die Technik ist nun mal unbestechlich.

21.45 Uhr: Der Favorit führt, braucht dafür aber einen Elfmeter. Benzema verwandelt den zum 1:0 für Frankreich. Noch bitterer für Honduras: Wilson Palacios muss nach seinem Foul auch noch mit Gelb-Rot vom Platz.

21.15 Uhr: Endlich eine organisatorische Panne! Vor dem Spiel zwischen Frankreich und Honduras in Porto Alegre wurden keine Nationalhymnen gespielt. Der Grund dafür war zunächst nicht bekannt, hieß es in der Nachrichtenagentur dpa. "Jetzt wird der arme Kapellmeister für 90 Tage von der Fifa gesperrt", witzelte der ehemalige deutsche Nationalspieler Christoph Metzelder bei Twitter und spielte damit auf die vorläufige Sperre für Franz Beckenbauer an.

20.30 Uhr: Um 21 Uhr müssen die Franzosen nachziehen, gegen Honduras sollte das eigentlich auch ohne Franck Ribery klappen (siehe Video rechts). Andererseits haben die Franzosen nur eines ihrer letzten neun Vorrundenspiele bei Weltmeisterschaften gewinnen können. Seit 1998 gab es zudem im ersten Gruppenspiel nicht mal mehr ein Tor. Für Gegner Honduras sieht es aber auch nicht besser aus. Die Mittelamerikaner sind bei Weltmeisterschaften noch ohne Sieg. 1982 gab es drei Unentschieden und dann das Aus, 2010 folgten drei Niederlagen. Nicht wirklich angsteinflößend. Das Spiel gibt es natürlich nachher wieder live in unserem Ticker.

19.55 Uhr: Punktlandung für die Schweiz. "Bänkleinwärmer" Haris Seferovic trifft in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:1 für die Schweiz gegen Ecuador. Damit reicht es doch noch zum insgesamt etwas glücklichen Sieg. Den Spielbericht finden Sie hier.

19.05 Uhr: Die Schweizer kommen. Freiburgs Mehmedi trifft nach einem Eckball per Kopf kurz nach Wiederanpfiff zum 1:1.

18.50 Uhr: Halbzeit zwischen der Schweiz und Ecuador und nach 45 Minuten führen die Südamerikaner 1:0.

18.12 Uhr: Inzwischen läuft das Spiel in Brasilia zwischen der Schweiz und Ecuador. Die Partie können Sie wie gewohnt hier in unserem Live-Ticker verfolgen.

17.48 Uhr: Als kleine Einstimmung auf das erste Spiel der Schweiz gleich gegen Ecuador gibt es eine kleine Vokabelhilfe von unserem 11Freunde-Kollegen Ilja Behnisch. Zwar wird in der Schweiz auch deutsch gesprochen, im Fußball gibt es allerdings einige Begriffe, die zumindest mal seltsam klingen.

So sagt der Schweizer schlicht „schuttä“, wenn er vom Fußballspielen spricht. Ist er dann gut ins „Match“, ins Spiel, gekommen, kann es gut passieren, dass die Spieler von Ottmar Hitzfeld einen Gegner nach dem nächsten „auskugeln“, also ausspielen. Mit dem „Bölle“, dem Ball, am Fuß, geht es dann Richtung gegnerischem Kasten. Landet das Ball im „Angelein“, dem Winkel des Tores, ist die Freude groß. Am besten noch durch ein „Bicicletta“, einem Fallrückzieher. Geht der Ball hingegen ins „Behind“, das Toraus, gibt es höchstens noch „Corner“, eine Ecke.

Zwei Schweizer auf dem Weg ins Stadion. Sie haben ein "Billett" für das Spiel gegen Ecuador ergattert.
Zwei Schweizer auf dem Weg ins Stadion. Sie haben ein "Billett" für das Spiel gegen Ecuador ergattert.Foto: dpa

Alleingänge sind sogenannte „Böllefresser“. Gelingt die Aktionen und der Spieler „lässt die Gegenspieler aus“, ist er der Liebling der Massen. „Falliert“ sein Vorhaben, und geht also daneben, wird er schnell zum „Füdli“, einem, gelinde gesagt, Arsch. Das Gegenstück ist oftmals der „Fötzel“. Was pittoresk anmutet, meint in Wahrheit einen Bösewicht, der ohne Rücksicht auf Verluste „hineinschleift“, also grätscht. Und wenn alles nichts hilft, schlägt die Stunde der „Bänkleinwärmer“, den Ersatzspielern. Am Ende eines jeden Spiels hofft dann aber wohl auch der geneigte Schweizer Zuschauer, ob er nun ein „Billett“ für das Stadion oder nur einen Sofaplatz für die „Televisionierung“ ergattert hat, einfach nur auf einen Freudenschrei.

Na, dann viel Glück, liebe Nachbarn!

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