WM 2014 - Live-Blog zur Fußball-WM in Brasilien : Mats Hummels fällt wohl aus, Igor Akinfejew greift daneben

Am sechsten WM-Tag ist Deutschland noch in Feierlaune. Mats Hummels drückt am Abend ein bisschen auf die Euphoriebremse und bei Gastgeber Brasilien ist die Stimmung extrem getrübt. Den Fehlgriff des Tages leistet sich aber ein Torwart.

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Mats Hummels muss gegen Portugal vom Feld geführt werden - und fällt wohl für das nächste Spiel aus.
Mats Hummels muss gegen Portugal vom Feld geführt werden - und fällt wohl für das nächste Spiel aus.Foto: AFP

02.00 Uhr: Mit dem Ergebnis von 1:1 zwischen Russland und Südkorea endet der sechse WM-Tag. Den Spielbericht gibt es hier. Ansonsten sagen wir von dieser Stelle gute Nacht und bis zum nächsten WM-Blog.

01.25 Uhr: Was für ein Bock des russischen Torwarts Igor Akinfejew! Der boxt sich den Ball nach einem eher harmlosen Distanzschuss von Lee Keun Ho selbst ins Tor. Südkorea führt damit 1:0 gegen Russland - in einem Spiel, in dem ein Treffer nicht wirklich in der Luft lag.

Da ist nichts mehr zu retten. Russlands Torwart Igor Akinfejew schlägt den Ball ins eigene Tor.
Da ist nichts mehr zu retten. Russlands Torwart Igor Akinfejew schlägt den Ball ins eigene Tor.Foto: AFP

00.50 Uhr: Halbzeit derweil in Cuiaba. Zwischen Russland und Südkorea sind noch keine Tore gefallen. Das Spiel ist - nun ja - zäh, um es freundlich auszudrücken.

00.40 Uhr: Keine Revolte bei Ghana gegen Trainer Kwesi Appiah - sagt zumindest der Verbandschef Kwesi Nyantakyi. In einheimischen Medien hatten gestanden, dass vor allem die erfahrenen Akteure Appiahs taktische Ausrichtung beim 1:2 gegen die USA kritisiert hätten und deshalb einem Training aus Protest ferngeblieben seien. Auch eine Pressekonferenz habe deswegen kurzfristig abgesagt werden müssen. "Wenn die Berichte wahr wären,
hätte ich kein Problem damit. Aber sie sind nicht wahr", kommentierte Nyantakyi. Nach Angaben der Offiziellen nahmen alle 23 Profis am Dienstagabend am Geheimtraining des vierfachen Afrikachampions in der brasilianischen Küstenstadt Maceió teil. Trainer Appiah hatte am Montagabend gegen die USA überrascht, indem er in Kevin-Prince Boateng und Michael Essien zwei Führungsspieler zunächst draußen gelassen hatte. Ghana ist am Samstag der nächste Gegner der deutschen Mannschaft.

00.10 Uhr: Nebel - auch so etwas gibt es in Brasilien. In Rio de Janeiro fielen am Dienstag deshalb zahlreiche Flüge aus. Mit dem Ergebnis, dass einige WM-Fans auf dem innerstädtischen Airport Santos Dumont festsaßen und und sowohl ihren Flug als auch ein WM-Spiel verpassten, wie dpa zu berichten weiß. "Wir wollen unser Geld zurück. Diese Situation ist absurd. Wir haben den Flug bezahlt und darauf gezählt, dass wir rechtzeitig zum Spiel in Belo Horizonte sind", sagte die 27-jährige Belgierin Maxime Clement, die den 2:1-Sieg ihres Teams gegen Algerien verpasste. Rund 30 Flüge fielen nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Agência Brasil aus. Passagiere beklagten vor allem, dass es keine ausreichenden Informationen gegeben habe. Auf dem Airport werden oft kurz vor dem Abflug die Gates gewechselt. "Wir wurden über nichts informiert, sie haben uns nur gesagt, dass wir von einer Seite auf die andere gehen sollten. Ist das normal?", fragte der 35-jährige Algerier Mourad Hawaoui. Der Santos-Dumont-Flughafen war für vier Stunden teilweise gesperrt. Auch an Rios internationalem Airport Galeão waren am Vormittag für eine Stunde Landungen nicht möglich. Mehr als 30 Flüge verspäteten sich.

23.45 Uhr: Während Brasilien und Mexiko schon zwei Spiele hinter sich haben, geht es für Russland und Südkorea jetzt erst los mit der WM. Das Spiel der Gruppe H beginnt um Mitternacht und wir berichten natürlich wieder im Live-Ticker.

23.15 Uhr: Am sechsten WM-Tag hat es auch wieder Proteste gegeben. Vor dem Spiel zwischen Belgien und Algerien in Belo Horizonte demonstrierten 200 Menschen gegen die hohen Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr, zeitweise wurde eine Straße blockiert. Die Aktion blieb aber friedlich. In Fortaleza, wo Brasilien gegen Mexiko spielte, löste die Polizei eine Demonstration noch vor dem Anpfiff auf. Mehr als ein Dutzend Demonstranten wurden aus noch unbekanntem Grund festgenommen.

Proteste gegen die WM 2014 in Brasilien
Wieder Proteste gegen die WM in São Paulo: Mit Eisenstangen demolierten diese Demonstranten nach der Partie England - Uruguay Neuwagen eines Autohändlers.Weitere Bilder anzeigen
1 von 27Foto: Reuters
20.06.2014 09:27Wieder Proteste gegen die WM in São Paulo: Mit Eisenstangen demolierten diese Demonstranten nach der Partie England - Uruguay...

22.55 Uhr: Es bleibt beim 0:0 zwischen Brasilien und Mexiko. Das ist sicherlich eine kleine Enttäuschung für den WM-Gastgeber. Unseren Spielbericht finden Sie hier.

21:47 Uhr: Halbzeit in Fortaleza. Viel Tempo, aber noch keine Tore zwischen Brasilien und Mexiko.

21.30 Uhr: Lustiges aus Kolumbien. Bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag bekam auch Nationaltrainer José Pekerman zahlreiche Stimmen. Viele der 403 000 für ungültig erklärten Stimmen waren mit Pekermans Namen über den der beiden offiziellen Kandidaten beschriftet, wie der TV-Sender Telepacífico berichtete. Die ungültigen Wahlzettel machten 2,6 Prozent der abgegebenen Stimmen aus. Für Pekermans "Kandidatur" wurde bereits nach dem erfolgreichen Abschluss der WM-Qualifikationsrunde auf Plakaten und über Internet geworben. Der argentinische Trainer führte die kolumbianische Nationalelf erstmals nach 16 Jahren wieder zu einer WM.

20.55 Uhr: Derart eingestimmt geben wir nun rüber nach Fortaleza, im übertragenen Sinne natürlich. Brasilien gegen Mexiko jetzt hier bei uns im Live-Ticker.

20.40 Uhr: Gleich geht's weiter mit Brasilien gegen Mexiko. Allerdings nicht für Jose Diaz Barajas. Der mexikanischer Drogenhändler ist auf seinem Weg zum Spiel in Rio de Janeiro abgefangen worden. Der in den USA Gesuchte wollte mit seiner Frau und zwei Söhnen zu dem Spiel nach Fortaleza fliegen und hatte WM-Tickets für die Partie dabei, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Diaz Barajas war Polizeiangaben zufolge bereits am 11. Juni auf dem Landweg von Paraguay in Foz do Iguaçu nach Brasilien eingereist und dann mit einem Inlandsflug nach Rio geflogen. Dort wurde er am Montag am internationalen Flughafen Galeão festgenommen. Barajas gehöre zu den meist gesuchten Drogenhändlern in den USA. Er werde solange in Rio bleiben, bis über den Auslieferungsantrag der USA entschieden sei, betonte Dórea. Auch Mexiko hatte den Drogenhändler zur Fahndung ausgeschrieben. Er soll vor allem mit synthetischen Drogen gehandelt haben.

20.05 Uhr: Die deutsche medizinische Abteilung war heute gleich doppelt gefordert. Mats Hummels und Jerome Boateng mussten zu einer Kernspin-Untersuchung (MRT) in eine Klinik ins 60 Kilometer entfernte Eunapolis geflogen werden. Die Diagnosen liegen jetzt vor. Demnach hat der Dortmunder gegen Portugal eine Prellung im rechten Oberschenkel mit Einblutung in die Muskulatur erlitten. Es sei offen, wann der Innenverteidiger wieder voll ins Training einsteigen könne. Abwehrkollege Jérome Boateng dürfte dagegen am Samstag in Fortaleza gegen Ghana zur Verfügung stehen. Der Münchner hat sich bei einem Sturz einen Teilabriss des Seitenbandes am rechten Daumen zugezogen. Der Bayern-Profi muss sechs Wochen lang eine Schiene tragen, könne aber dennoch zum Einsatz kommen.

19.50 Uhr: Am Ende hat es Belgien doch noch geschafft und das Spiel gedreht. Unser WM-Reporter Sven Goldmann war in Belo Horizonte und hat seinen Bericht zum 2:1-Sieg gegen Algerien schon hinterlassen. Lesen Sie hier mehr.

19.20 Uhr: Huntinho, halb Herthaner, halb Hund und unser Redaktionsmaskottchen schaut etwas bedröppelt drein. Hinter seiner Freistoßspray-Grenze verfolgt er mit glasigen Augen das Treiben auf dem Rasen in Belo Horizonte. Da ist jetzt auch mal wieder was passiert. Belgien hat ausgeglichen - 1:1 gegen Algerien. Huntinho quittiert es mit einem müden Kopfnicken.

Redaktionsmaskottchen Huntinho denkt etwas melancholisch an das 18-Uhr-Spiel vom Montag zurück. Jedenfalls sieht er so aus.
Redaktionsmaskottchen Huntinho denkt etwas melancholisch an das 18-Uhr-Spiel vom Montag zurück. Jedenfalls sieht er so aus.Foto: promo

18.50 Uhr: Belgien liegt zur Halbzeit 0:1 gegen Algerien zurück. Das ist dann mal eine ganz diskrete Vorstellung des vermeintlichen Geheimfavoriten. Aber das Thema können wir dann erst mal lassen. Aus deutscher Sicht ist das Spiel aber so oder so interessant, kommt der mögliche Achtelfinalgegner doch aus der Gruppe H. Und könnte dann auch Belgien oder Algerien heißen.

18.25 Uhr: Neues aus Portugal. José Mourinho hat die Leistung seiner Nationalelf beim 0:4 gegen Deutschland und dabei vor allem das Verhalten von Verteidiger Pepe kritisiert. "Wenn ich auf die letzten großen Turniere zurückschaue, muss man einfach sagen, dass Portugal keine guten Resultate gegen die großen Teams der Welt erzielt", sagte der Trainer des FC Chelsea in seinem WM-Blog bei "eurosport.yahoo.com". Die Portugiesen seien bei der EM 2012 und der WM 2010 jeweils gegen Spanien ausgeschieden und hätten es auch in beiden Turnieren nicht geschafft, gegen Brasilien und Spanien ein Tor zu schießen. "Ich hatte aber trotzdem erwartet, dass das Spiel gegen Deutschland ausgeglichener verläuft", meinte Mourinho. Die Umstände seien durch den zweifelhaften Elfmeter zum 1:0 und die ebenfalls strittige Rote Karte für Pepe sehr schwierig gewesen für sein Land. Dennoch nannte Mourinho das Verhalten seines früheren Spielers bei Real Madrid vor dem Platzverweis "nur schwer zu akzeptieren für Portugal". Vielleicht sei Pepe noch frustriert gewesen, weil er vor dem zweiten deutschen Tor den entscheidenden Fehler begangen habe, schrieb der 51-Jährige.

17.50 Uhr: Belgien startet ins WM-Turnier. Gegen Algerien. Nochmals der Hinweis auf das Porträt von Marc Wilmots, Ex-Kampfschwein der Schalker und nun Nationaltrainer unseres Nachbarn. Das Spiel können Sie natürlich live hier in unserem Ticker verfolgen.

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