WM 2014 - Pressestimmen zum Achtelfinale : "Brasilien fehlt die Meisterklasse"

Nach dem Elfmeterkrimi kritisiert die internationale Presse vor allem die Abhängigkeit Brasiliens von Neymar. Die brasilianischen Zeitungen dagegen erhöhen die Leistung der Selecao, indem sie Chile kurzerhand zum "Giganten" erklären. Ein Überblick.

Weltmeisterklasse? Brasiliens Fußball-Star Neymar liegt in den Armen seines Trainers.
Weltmeisterklasse? Brasiliens Fußball-Star Neymar liegt in den Armen seines Trainers.Foto: AFP

Pressestimmen zum Spiel Brasilien - Chile

Brasilien:

„Lance!“: „Der Traum vom Hexa geht weiter. Die Angst eines „Mineiraço“ (WM-Niederlage wie 1950) wurde von einer Freudenexplosion verdrängt, die von Belo Horizonte auf das ganze Land ausstrahlte. Historisch!“

Chile:

„El Mercurio“: „Brasilien konnte nur mit Elfmeterschießen den Giganten Chile aus 'seiner' WM ausscheiden lassen“

„Radio Cooperativa“: „Chile kämpfte wie ein Gigant“

Dänemark:

„Ekstrabladet“: „Brasilien fehlt die Meisterklasse. Der Favorit gewinnt im Elfmeterschießen, aber es war nicht meisterlich.“

England:

„Guardian“: „Es war ein gewaltiger Wettkampf, und als alles vorbei war, zeigte uns die Explosion der Freude und der riesige Jubel, dass Brasilien es ins Viertelfinale geschafft hat und dass die WM nicht ohne den Gastgeber hätte weitergehen können.“

„Sunday Times“: „So wild kann kein Sieg über Chile je zuvor gefeiert worden sein. Das hat Jorge Sampaolis Team Brasilien angetan, das sich über 120 Minuten als ebenbürtig erwiesen hat.“

„Daily Mail“: „Ave Cesar! Brasilien kommt beim Elfmeterschießen gerade so durch, weil der von den Queens Park Rangers Abgelehnte zum Retter wird und dem Gastgeber die Tickets fürs Viertelfinale überreicht.“ „Telegraph“: „Fans, Spieler, Luis Felipe Scolari - alle wussten, wie sehr Brasilien von Chile frustriert war, aber ihr Glaube trug sie zu einem spannenden WM-Sieg beim Elfmeterschießen.“

„The Independent": „Es lebe Cesar! Brasilien schrammt sich seinen Weg ins Viertelfinale, weil der Torwart zweimal im Elfmeterschießen rettet.“

Frankreich:

"Le Monde": „Ein wie durch ein Wunder gerettetes Brasilien entreißt Chile die Qualifikation.“

Griechenland:

„Ta Nea“: „Brasilien überlebt Elfmeter-Krimi und besiegt Chile.“

„Efimerida ton Syntakton“: „Qualifikations-Krimi für die Seleção“

„Eleftherotypia“: „Brasilien im achten Himmel!“ (in Anspielung auf die verbleibenden acht Mannschaften)

Italien:

„Corriere dello Sport“: „Es ist gefährlich, von Neymar abzuhängen. Diesmal hat das Schicksal entschieden. Aber so, wie das Achtelfinale beginnt, ist nur eines sicher: Es ist nicht leicht, den Weltmeister zu erahnen.“

„La Stampa“: „Brasilien atmet auf, das kann also noch seine WM sein. Um aber zu gewinnen, muss Brasilien Fortschritte in seinem Spiel zeigen - Fortschritte, die auch im Spiel gegen die Chilenen gefehlt haben.“

„La Repubblica“: „Erst durch Elfmeter kommt Brasilien weiter. Es musste sich dabei auf seinen Torhüter Julio Cesar verlassen. Denn Brasilien war wirklich nur einen Millimeter vom Ausscheiden entfernt.“

ÖSTERREICH:

„Kronen Zeitung“: „Brasilien jubelt nach Elfmeter-Krimi“

„Kurier“: „In der Offensive fiel dem großen Turnier-Favoriten gegen den kleinen Turnier-Geheimfavoriten recht wenig ein, zumal die laufstarken Chilenen auch Brasiliens Superstar Neymar weitgehend aus dem Spiel nahmen.“

„Standard“: „Brasilien zittert sich gegen Chile ins Viertelfinale“

SCHWEDEN:

„Svenska Dagbladet“: „Ein gruseliges Spiel. Der Druck lag auf Brasilien. Dass Neymar es geschafft hat, seine Nerven im Griff zu haben, war bewundernswert. Der 22-Jährige, der Liebling des Landes, hat Brasilien vor einem historischen Fiasko bewahrt.“ „Dagens Nyheter“: „Das Aluminium und Neymar retten die WM-Party“

Was wäre die WM ohne ihre Fans?
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Schweiz:

„Blick“: „Zwei, drei Millimeter entscheiden über das Schicksal eines Landes. Weil Jaras Elfer an den Innenpfosten geht, bleibt das brasilianische Drama aus!“

„Neue Zürcher Zeitung am Sonntag“: „Erlösung nach dem Leiden - Brasilien wankt im Achtelfinal“

„Sonntagszeitung“: „Brasiliens Traum geht weiter“

„Schweiz am Sonntag“: „Eine ganze Nation weint vor Freude. Im Penaltyschießen rettet Goalie Julio Cesar sein Land, das weiter vom WM-Titel träumt.“

Spanien:

„El País“: „Schüttelfrost in ganz Brasilien. Gegen beherzte Chilenen standen die Brasilianer am Rande eines Desasters. Erst das Elfmeterschießen brachte die Rettung.“

„Marca“: „Brasiliens Torwart Julio César wurde seinem Namen gerecht und eroberte sich in Belo Horizonte wie ein römischer Kaiser den Lorbeerkranz. Bei der WM in Südafrika waren die Brasilianer vor vier Jahren wegen eines Fehlers von ihm ausgeschieden.“

„As“: „Die Grausamkeit des Fußballs verbündete sich mit den Brasilianern und bestrafte Chile. In einer Partie von hoher Intensität, aber mit armseligem Fußball qualifizierte sich Brasilien mit dem ganzen Glück fürs Viertelfinale, das das Schicksal den Brasilianern eigentlich bis zum Ende des Jahrhunderts zugedacht hatte.“

„El Mundo Deportivo“: „Julio César, der neue Kaiser von Brasilien. In einem Elfmeterschießen, das nichts für Herzkranke war, wurde der Torwart zum Helden.“

Pressestimmen zum Spiel Kolumbien - Uruguay

Kolumbien:

„El Tiempo“: „Unsterblicher Jubel! Kolumbien im Viertelfinale! Lasst uns jetzt in Frieden feiern!“

„Radio Caracol“: „Kolumbien schreibt Geschichte. James Rodríguez lässt mit zwei Supertoren ein ganzes Land träumen.“

Uruguay:

„El País“: „Uruguay hat alles (aufs Spiel) gesetzt, es reichte nicht aus und sie kehren heim. Kolumbien hat mit einem erleuchteten James Rodríguez und einen David Ospina, der mehrere Torschüsse hielt, verdient 2:0 gewonnen. Uruguay spielte gegen ein großes Team und gegen die Fifa.“

„El Observador“: „Weltschmerz: Uruguay ausgeschieden. Kolumbien hat 2:0 gewonnen und die 'Celestè mit purem Fußball aus der 2014 geworfen. Die 'Celestè spielte mit Herz aber mit wenig Ideen.“ (dpa)

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