WM-Auslosung : Deutschland lacht das Losglück

Das deutsche Nationalteam hat bei der Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen erneut Glück gehabt und spielt mit Russland, Finnland, Wales, Aserbaidschan und Liechtenstein um ein Weiterkommen.

Blatter
Die DFB-Elf bekam bei der WM-Auslosung in Südafrika lösbare Aufgaben zugeteilt. -Foto: dpa

DurbanDer daheimgebliebene Joachim Löw durfte aufatmen - das sprichwörtliche Losglück ist der deutschen Nationalmannschaft auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika treu geblieben. Mit Russland, Finnland, Wales, Aserbaidschan und Liechtenstein erhielt der dreimalige Weltmeister bei der Auslosung in Durban lösbare Aufgaben für die Qualifikation zum ersten Championat auf afrikanischem Boden zugeteilt. Die rund 90-minütige, von hohen Sicherheitsmaßnahmen begleitete Show im Congress Centrum der Millionenstadt am Indischen Ozean wurde weltweit in 170 Länder via TV live übertragen.

"Ich denke, wir können zufrieden sein. Wir wollen als Gruppenkopf natürlich auch Gruppen-Erster werden", sagte Teammanager Oliver Bierhoff im Anschluss. Auf Russland angesprochen erklärte er: "Es spricht für die Russen, dass sie England geschlagen haben. Sie sind nicht ganz oben in der Spitze, aber eine gefährliche Mannschaft."

Als Frankreichs Ex-Weltmeister Christian Karembeu um 17.18 Uhr die deutsche Mannschaft als Kopf der Gruppe vier zuteilte, stand fest, dass Löws Auswahl ein erneutes Qualifikationsduell mit England wie vor den Titelkämpfen 2002 erspart bleibt. Als schärfster Konkurrent gilt Russland, das sich sich in der Qualifikation zur Euro 2008 gegen England durchsetzte. Während das DFB-Team in der Vergangenheit gegen Finnland und Wales bereits erfolgreiche Qualifikationen spielte, ist Aserbaidschan erstmals Länderspiel-Gegner.

Schweres Los für England

Schwerer als die deutsche Mannschaft erwischte es 928 Tage vor dem Turnierstart die Engländer, die sich wie in der EM-Qualifikation mit Kroatien auseinander setzen müssen. Außerdem gehören die Ukraine, Weißrussland, Kasachstan und Andorra der Gruppe sechs an. Insgesamt bewerben sich 199 Teams von allen fünf Kontinenten um die 31 Endrunden-Plätze neben dem gesetzten Gastgeber Südafrika, die bis zum November 2009 in insgesamt 861 Spielen ermittelt werden. Aus Europa qualifizieren sich die neun Gruppensieger direkt für die WM-Endrunde. Die besten acht Gruppen-Zweiten spielen in einer Playoff-Runde die restlichen vier Plätze für 2010 aus.

Bevor aktuelle und ehemalige Fußball-Größen in die Lostöpfe griffen, präsentierte sich Südafrika in einer feurigen und farbenprächtigen Show erstmals als WM-Gastgeber der Weltöffentlichkeit. Vor dem bunten Bilderbogen aus afrikanischer Musik und Folklore hatte Staatspräsident Thabo Mbeki in seiner Eröffnungsrede nach einmal Werbung für das Ausrichterland betrieben: "Ich bin zuversichtlich, dass die Welt des Fußballs in und mit Südafrika feiern wird. Sie wird in 2010 die Schönheit des Kontinents kennenlernen." Fifa-Präsident Joseph Blatter fügte hinzu: "Es gibt keinen Zweifel, dass die WM ein großer Erfolg sein wird."

Die 19. Fußball-Weltmeisterschaft wird am 11. Juni 2010 im zur Zeit noch im Bau befindlichen Soccer-City-Stadion von Johannesburg eröffnet. In der 94.700 Zuschauer fassenden Arena findet genau einen Monat später auch das Finale statt. Die Halbfnalpartien gehen in Kapstadt (6. Juli) und Durban (7. Juli) über die Bühne. Das Spiel um Platz drei ist im Nelson-Mandela-Bay-Stadion von Port Elizabeth (10. Juli) angesetzt. Weitere Austragungsorte des Turniers sind Rustenburg, Bloemfontain, Pretoria, Polokwane und Nelspruit. (mit dpa)

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