Sport : WM-Faktor Wetter

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Es ist wohl das Wetter, das die Startaufstellung für den Grand Prix von Japan gewaltig durcheinander gewirbelt hat: Rubens Barrichello und JuanPablo Montoya in der ersten Reihe, Kimi Räikkönen nur Achter, Michael Schumacher wurde nur 14., Ralf Schumacher und auch Jarno Trulli, am Freitag noch der Schnellste, ganz am Ende des Feldes. Die beste Erklärung dafür ist der Regen. Er setzte vor der letzten Startgruppe ein und wurde immer stärker.

BMW-Motorsport-Direktor Mario Theissen, der mit seinem Team noch im Rennen um den Konstrukteurs-WM-Titel ist, sagte: „Es kann doch eigentlich nicht sein, dass in einem High-Tech-Sport mit so hohen Investitionen am Ende alles vom blanken Zufall abhängt." Weltmeister Michael Schumacher (Ferrari) fand, es hätte für ihn noch wesentlich schlimmer kommen können. „Irgendwie war das noch Schadensbegrenzung, dass Kimi schon ein bisschen was vom Regen abbekommen hat.“ Sein Teamchef Jean Todt sagte etwas zynisch: „Die Änderungen des Reglements zu Beginn dieses Jahres waren ja unter anderem dazu bestimmt, das Qualifying weniger voraussehbar zu machen – genau das haben wir jetzt bekommen.“

McLaren-Chef Ron Dennis sah es von zwei Seiten: „Wenn ich es sportlich betrachte, finde ich es nicht so toll. Aber kommerziell gesehen ist es wohl das, was die Leute sehen wollen." Mercedes-Sportchef Norbert Haug wollte die Ansprüche des Publikums nicht zum Maßstab machen: „Auch wenn wir eine sehr interessante Ausgangsbasis für das Rennen bekommen haben – es ist schade, wenn das Wetter die Startaufstellung entscheidet.“ stu

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