WM-Gastgeber 2022 : Katar: Land unbegrenzter Möglichkeiten

Alle Bedenken gegen den Golfstaat hat das Exekutivkomitee des Weltverbandes Fifa mit der ihm eigenen Souveränität hinweggefegt - und Katar zum Sensationsausrichter der WM 2022 gemacht.

Das Emirat Katar sieht sich am liebsten als Land der unbegrenzten Möglichkeiten – vor allem im Sport. Der Staat am Persischen Golf hat in den vergangenen Jahren mit aller Macht um sportliche Großereignisse geworben. Die Frage ist nur: für wen? Das Interesse im Land selbst hält sich in Grenzen. In zwölf Jahren wird sich das vermutlich grundlegend ändern. Dann steht das Emirat im Mittelpunkt des globalen Interesses. Katar wird 2022 die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten, als erstes arabisches Land überhaupt.

Alle Bedenken gegen den Golfstaat hat das Exekutivkomitee des Weltverbandes Fifa mit der ihm eigenen Souveränität hinweggefegt. Dass es im Sommer am Persischen Golf schwül und heiß ist und die Temperaturen auf 50 Grad steigen – kein Problem. Die Spiele sollen wohltemperiert unterm Hallendach stattfinden. Für die Katari ist das dank ausgiebiger Gas- und Ölvorkommen weder logistisch noch finanziell ein Problem.

Und dass das Land nicht einmal so groß ist wie Schleswig-Holstein und nur etwa anderthalb Millionen Einwohner hat, wird ebenfalls flugs zum Vorteil umgedeutet: Katar wirbt mit einem Turnier der kurzen Wege. Zehn der zwölf WM-Stadien sollen in einem Umkreis von 30 Kilometern liegen. (Tsp)

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