WM gegen Leapai : Wladimir Klitschko: "Ich vertrete die ganze Ukraine"

Sein Kopf sei in der Ukraine, sein Körper beim Boxen, sagt Wladimir Klitschko im Interview mit dem Tagesspiegel. Vor seinem WM-Kampf setzt er sich auch gegen Russland zur Wehr.

Hartmut Scherzer
Im Ring der Politik: Wladimir Klitschko im Dezember 2013 mit dem damaligen Bundesaußenminister Guido Westerwelle auf dem Maidan in Kiew.
Im Ring der Politik: Wladimir Klitschko im Dezember 2013 mit dem damaligen Bundesaußenminister Guido Westerwelle auf dem Maidan in...Foto: Imago

Wladimir Klitschko kämpft an diesem Samstag in Oberhausen gegen Alex Leapai nicht nur erneut um den Weltmeistertitel, er will auch eine politische Botschaft aussenden. "Ich hoffe, dass dieser Kampf, wie die Spiele unserer Nationalmannschaft bei der Fußball-EM 2012, den Menschen in der Ukraine Gefühle der Einheit geben wird", sagt Klitschko im Interview mit dem Tagesspiegel.

Seinen Auftritt versteht er als Signal in der aktuellen Situation um die drohende Spaltung seines Heimatlandes. "Im Ring wird einer stehen, der die ganze Ukraine vertritt."

Die Auseinandersetzung mit Russland vergleicht der Box-Weltmeister mit einem Bruderverhältnis. "Russland und Ukraine sind wie zwei Brüder, ein großer und ein kleiner, wie Vitali und Wladimir." Das bedeute aber nicht, dass der große über den kleinen entscheiden dürfe.

"Das aber tut der große Bruder Russland mit der Ukraine. Hier haben sich Menschen auf westliches Denken eingestellt und die Richtung gewählt, in die sie gehen wollen. Dann darf man ihnen keine Steine in den Weg legen", sagte er dem Tagesspiegel.

Hier geht es zum Interview.

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