Sport : WM-Gold für Schweizer Pirouetten

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Moskau Ein 19 Jahre alter Jura-Student aus der Schweiz ist neuer Eiskunstlauf-Weltmeister. Stephane Lambiel begeisterte mit einem einwandfreien Sprungrepertoire und seinen exzellenten Pirouetten rund 10 000 Zuschauer bei den Titelkämpfen in Moskau. Der Erfurter Stefan Lindemann dagegen bewies Kämpferqualitäten. Der Vorjahresdritte machte sechs Plätze gut und wurde Zwölfter. Mit einer guten Kür bewies der Deutsche am Donnerstag, dass seine desolate Vorstellung im Kurzprogramm ein Ausrutscher war.

Der Schweizer Lambiel präsentierte sich in der russischen Hauptstadt in Topform, kassierte 262,46 Punkte und 45 000 Dollar. Auch wenn ihm nicht jeder geplante Sprung gelang, konnten ihm weder der Kanadier Jeffry Buttle noch der Amerikaner Evan Lysacek gefährlich werden. Und der an der Leiste verletzte Jewgeni Pluschenko hatte seinen Start am Vormittag zurückgezogen. „Ich habe sehr große Schmerzen, es ging nicht“, sagte der 22-Jährige, der dreimal Weltmeister war. „Ich glaube, es ist die beste Entscheidung, meine Verletzung auszukurieren. Dann bin ich für Olympia in Turin sehr optimistisch.“

„Ich wollte mir selbst beweisen, dass ich mich von einer Niederlage erholen kann“, sagte Lindemann. Hätte sich der Thüringer nicht noch einen Sturz beim Dreifach-Flip erlaubt, wäre mehr dringewesen. So hat die Deutsche Eislauf-Union (DEU) für die Titelkämpfe 2006 in Calgary und Olympia 2006 in Turin nur einen Startplatz. dpa/Tsp

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