WM-Halbfinale : Frings wirft Fifa Sperre aus "politischen Gründen" vor

Nationalspieler Torsten Frings glaubt, die Fifa habe durch seine Halbfinal-Sperre dem Eindruck vorbeugen wollen, Deutschland werde bei der WM im eigenen Land bevorzugt.

Hamburg - Nationalspieler Torsten Frings hat dem Fußball-Weltverband Fifa vorgeworfen, ihn aus «politischen Gründen» für das Halbfinale gegen Italien gesperrt zu haben. «Argentinier attackieren uns, ich wehre mich, Italiener regen sich auf. Da wollte die Fifa mit dieser Sperre zeigen, dass Deutschland bei der WM im eigenen Land nicht bevorzugt behandelt wird», sagte der Bremer der «Bild»-Zeitung (Freitagausgabe). Der 29-Jährige war für das Halbfinale gesperrt worden, nachdem ihm eine Tätlichkeit im Anschluss an das Viertelfinale gegen Argentinien (5:3 n.E.) anhand von Fernsehbildern angelastet wurde. Zudem wurde eine Sperre für ein zweites Spiel für sechs Monate auf Bewährung ausgesetzt. Außerdem muss der Bremer eine Geldbuße von 5000 Schweizer Franken zahlen.

Frings sieht sich durch die Sperre um seinen Lohn gebracht. «Die Fifa hat meinen Traum zerstört. Du bist topfit, hast sechs Wochen gepowert und wirst dann ausgebremst - das tut weh.» Die Entscheidung des Verbandes «ist und bleibt ein Witz», sagte der Mittelfeldspieler. Er habe sich in der Rangelei lediglich gewehrt, nachdem er zweimal geschlagen und einmal getreten worden sei. «Das würde ich sofort wieder machen», fügte er hinzu.

Die Zeit auf der Ersatzbank im Spiel gegen die Italiener sei die «Hölle» gewesen. «Ich war wirklich fertig. Als ich von der Sperre erfahren habe, hatte ich sogar Tränen in den Augen», fügte er hinzu. (tso/ddp)

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